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Zuletzt aktualisiert: 24.01.2012 um 07:00 UhrKommentare

Michael Pircher: Die Arbeit hinter dem Erfolg

Michael Pircher (36) ist Cheftrainer der österreichischen Slalom-Asse und als Schladminger auf "seinem" Berg.

Michael Pircher vor der Planai - der Chef der Slalomläufer hofft heute im Nachtlslalom auf einen Heimsieg

Foto © HOFFMANN Michael Pircher vor der Planai - der Chef der Slalomläufer hofft heute im Nachtlslalom auf einen Heimsieg

Michael Pircher war kurz vor dem Weltcup, er fuhr eine interne Qualifikation um einen Platz in der Abfahrt von Val d'Isère. Die Qualifikation schaffte Josef Strobl, der prompt gewann. Michael Pircher fand sich hingegen im Krankenhaus: Oberschenkeltrümmerbruch. Und der Absolvent des Schigymnasiums in Stams schaffte danach nie mehr so richtig den Anschluss. Vom Sport hatte der Schladminger aber nicht genug, nach dem Studium kehrte er als Snowboard-Trainer zurück auf den Schnee. Und 1999 wurde er - just nach einem Gespräch mit seinem Ex-Trainer auf der Planai - vom österreichischen Schiverband engagiert. Als Nachwuchstrainer für Kondition, aber auch auf Schnee. "Von da an sind praktisch alle Fahrer durch meine Hände gegangen, die heute im Weltcup sind", erzählt Pircher, der 2002 als Trainer in den Europa- und 2007 in den Weltcup aufstieg.

Seit diesem Jahr ist er Chef der Slalomtruppe - heuer erstmals auch beim Nachtslalom. Sein Erfolgsgeheimnis: "Schifahrer sind Individualisten mit Eigenheiten. Aber man braucht auch positive Gruppendynamik, keinen Neid untereinander."

Bis zum Erfolg braucht es harte Arbeit: Flüge und Hotels für 25 Mann organisieren, Budgets erstellen, und natürlich die Arbeit am Berg. Pircher: "Wir arbeiten für die Besten der Welt - die fordern zu Recht das Beste. Und wir reißen uns den Allerwertesten für sie auf." Die schönste Belohnung: Siege. "Das ist meine Entschädigung dafür, dass ich es selbst nicht mehr machen durfte - Schifahren und Siegen."

Die schönsten Momente: "Die SMS von Manfred Pranger und Reinfried Herbst nach ihren Doppelsiegen auf der Planai." Oder Platz acht von Wolfgang Hörl in Kitz am Sonntag - mit Nummer 49: "Da freuten sich alle!"

MICHAEL SCHUEN

Zur Person

Michael Pircher, geboren am 20. Juli 1975 in Schladming

Wohnort: Schladming Familienstand: ledig, Freundin Virginia
Werdegang: Sportstudium, Snowboard-Trainer (1994-99), seit 1999 im österreichischen Schi-Verband, seit heuer Chef der Slalom-Truppe

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