Solaranlage am Kindberger Herzogberg eröffnet
In der klirrenden Kälte wurde am Freitag eine sonnige Eröffnung gefeiert: die der Fotovoltaikanlage am Kindberger Herzogberg. Auch jetzt erreicht sie eine Spitzenleistung von 433 Kilowatt.

Foto © KK Bei klirrender Kälte wurde eröffnet. Weitzer und Sander (Mitte) zeigten den Ehrengästen die neue Anlage
Manchmal muss man klotzen statt kleckern. "Ich habe immer gesagt, wenn wir so etwas machen, dann keine Kleinanlage, sondern etwas Großes, und das in Höhenlage, über der Nebelgrenze des Mürztales." Das erklärte der Direktor des Kindberger E-Werks, Martin Weitzer, bei der Eröffnung der Fotovoltaikanlage am Herzogberg. Und deshalb beliefert die neu errichtete Anlage 270 Kundenanlagen mit Sonnenstrom. 5200 Module wurden zu einer 7500 Quadratmeter großen Fläche zusammengeschlossen.
"Dass wir hier heroben einmal eine solche Anlage stehen haben, hätten wir uns nicht gedacht", erklärte Bürgermeister Christian Sander. 433 kW Leistung wurden jetzt im Winter schon erreicht, man sei schon gespannt auf die Sommerwerte, meinte Sander.
Da soll es dann auch ein Bürgerfest geben. Die Anlage sei eine gute Teamarbeit gewesen und sie ist nicht nur eine Anlage für Kindberg, sondern für neun Gemeinden, die mit Strom beliefert werden.
Teamarbeit war es tatsächlich, denn von der ersten Idee 2009 bis zur Umsetzung lief es zuerst sehr zäh, und dann war plötzlich enorme Schnelligkeit gefragt. Nach dem Jahr 2010, "dem Jahr der Erwartungshaltung", wie Weitzer das nannte, ging es 2011 nach den Neuerungen im Ökostromgesetz ruckzuck: Drei Monate blieben für sämtliche Behördenverfahren vom Gemeinderatsbeschluss bis zum Baubeginn. Gebaut wurde innerhalb von elf Wochen.
Der SP-Landtagsabgeordnete Markus Zelisko nannte das alles "visionär", denn Fotovoltaik habe beste Zukunftschancen. Deshalb wird noch eine zweite Anlage am Herzogberg errichtet. Schon jetzt spürt man die rasante Entwicklung auf diesem Sektor: Die zweite Anlage ist um einiges billiger.














