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Zuletzt aktualisiert: 30.01.2012 um 20:30 UhrKommentare

Die Bulls müssen weiter zittern

Die gute Nachricht: Kapfenberg ist nach wie vor über dem ominösen Strich in der Nationalliga-Tabelle. Als Achter sitzt man auf dem letzten Play-off-Platz, mit drei Punkten Vorsprung auf die Vienna Capitals II. Und drei Runden vor dem Ende des Grunddurchganges lassen die Bulls nichts unversucht: Um sich auf die Freiluftarena in Alberschwende einzustellen, möchte man sogar eine Trainingseinheit am Eis in Bruck absolvieren. Denn bei Bregenzerwald (zuletzt 11:0 gegen KAC II) will man am Samstag unbedingt punkten.

Die schlechte Nachricht: Nicht belohnt wurde die aufopfernde Darbietung gegen Dornbirn. "Unglaublich gut gespielt, ein unglaublicher Goalie im Tor - und dann stehst du mit leeren Händen da", lautet die bittere Bilanz von Trainer Andreas Wanner. Die Bulls hatten bis fünf Minuten vor Schluss sensationell mit 2:1 geführt, ehe zwei individuelle Fehler ("einige Spieler sind eben am Limit") zum 2:2 und 2:3 führten und letztlich sogar ein 2:5 von der Anzeigetafel leuchtete. Und das bei der besten Leistung der bisherigen Saison. "Es war ein Glanztag von uns. Mit einem Sieg wären wir wohl fix im Play-off gewesen", sagt Wanner. "Dornbirn hätte uns ohne den Fehler sicher kein Tor geschossen, sie waren ratlos. Aber um die Großen zu schlagen, fehlt uns noch das Glück."

Knapp verspielte auch Kapfenberg II in der Eliteliga: Gegen Zeltweg verloren die Bulls mit 4:5. Schon davor hatte man Jung-Tormann Thomas Angerer (18) "wegen Undiszipliniertheiten" (Wanner) frei gestellt und von der Kaderliste gestrichen. Die unschöne Folge: eine heftige Privatfehde zwischen Angerers Vater und Eliteliga-Trainer Christian Krenn.

Z umindest ein Teil-Happy-End gab es für Neuberg in der 1. Damen-Bundesliga: Durch Krankheiten geschwächt lieferte man den Vienna Sabres II und einigen derer Europaliga-Spielerinnen einen offenen Kampf und zwang sie mit 2:2 in die Verlängerung (Tore: Jennifer Pesendorfer, Kelley Davies). Die Wienerinnen gewannen die Partie zwar mit 3:2, Neuberg bekam aber einen Zähler. "Ein Krimi pur. Meine Mädels haben heldenhaft gekämpft", lobte Obfrau Margret Kraischek nach der ersten Saisonniederlage, bei der Neuberg zwei Tore aberkannt wurden, darunter ein (regulärer?) Penaltytreffer. Weiter geht es drei Runden vor Schluss am Samstag beim HK Triglav.

Das Neuberger Zweierteam will im Halbfinale der 2. DEBL nach dem 12:4-Sieg gegen Innsbruck im zweiten Spiel am Sonntag den Sack zu machen. CHRISTOPH HEIGL


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