Keine Party-Meile bei Schi-WM-2013
Bei der Schi-WM 2013 werde es keine Partymeile geben, nur ein Festzelt für 2000 Besucher soll es geben. Maskottchen "Hopsi" soll einer Frischzellenkur unterzogen werden.

Foto © GEPAMaskottchen "Hopsi" soll frecher werden
Aus dem Parkflächen-Problem beim "Nightrace" 2012 habe man in der Stadt gelernt, räumte der Schladminger Bürgermeister Jürgen Winter ein. Rund 4.000 PKW-Parkplätze nahe dem Zentrum waren wegen der Witterung nicht benutzbar, die knapp 400 Plätze für Busse dagegen schon, denn sie waren mit einer geschotterten Vlies-Auflage vorbereitet. Das müsse man sich nun auch für die Pkw-Plätze überlegen. Vorbereiten würde man sich auf rund 350 Busse mit je etwa 50 Insassen, weiters 20.000 Gäste, die per Zug anreisen sowie bis zu 10.000 Besucher, die mit Autos kommen - und das alles an jedem Renntag.
Sollten sich WM-Gäste in Schladming auf eine Partystraße ähnlich der Weltcup-Meile beim "Nightrace" freuen, werden sie 2013 wohl etwas enttäuscht sein. Laut Winter werde es statt der "Standln" vor dem Stadion ein Zelt für mehr als 2.000 Besucher geben. Ein Public Viewing sei aber denkbar, jedoch sollte um etwa 23.00 Uhr "Sperrstunde" sein. Schließlich handle es sich bei der WM um eine Tages- und keine Nachtveranstaltung.
Eine gelungene Premiere hat das neue und laut Winter auch erste alpine Zielstadion der Welt beim Nachtslalom absolviert. Erstmals konnten rund 30 VIPs im erst halbfertigen "Skygate" 35 Meter über der Ziellinie die Läufe verfolgen. Der Stahlbau soll für die WM 2013 ein "Blickfang" sein und "in den Köpfen bleiben", hoffte der Bürgermeister. Auch die erstmalige Nutzung des neuen Congress-Gebäudes als Mediencenter funktionierte weitgehend reibungslos.
Gebaut wird noch an einigen peripheren und Infrastruktur-Einrichtungen - so an der "Athletic Area", einer Sportanlage, die während der Weltmeisterschaft für die rund 2.500 freiwilligen Helfer und etwa 250 Sicherheitsbediensteten als Unterkunft zur Verfügung stehen soll. Nach 2013 wird das Gelände von Schulen und Sportvereinen genutzt. Ebenfalls noch nicht fertig sind die Kläranlage, der Bahnhof und einzelne letzte Straßenverbesserungen. Überall sei man aber in Plan, versicherte das Stadtoberhaupt. Dringend sanierungsbedürftig sei nur noch das untere Teilstück der Planaistraße, das witterungsbedingt einfach "fertiggefahren" sei.
Abgesehen von Geld, das durch die WM nach Schladming fließt, erhofft sich Winter auch noch den einen oder anderen Prominenten im "Goldenen Buch" der Stadt: "Ich lese auch gerne in der Yellow Press und nicht nur auf den Sportseiten von Schladming. Aber unser Wohl hängt nicht davon ab." Herzenswunsch sei dem Bürgermeister ein Besuch von Arnold Schwarzenegger, der zwar noch nie ein "Nightrace" live vor Ort gesehen habe, aber den Ehrenring der Stadt trage. "Seine Mutter und er waren früher öfter Gäste in Schladming. Ich werde ihm jedenfalls eine persönliche Einladung für die WM schicken", kündigte Winter an.
Er selbst habe die erste Schi-WM 1982 in Schladming in guter Erinnerung: "Ich war damals 18 und half als Feuerwehrmann bei der Pistenpräparierung". Ein wesentlicher Exponent dieser WM vor 30 Jahren soll auch 2013 im Mittelpunkt stehen: das Maskottchen "Hopsi" - nur dass der Hase im rot-weiß-roten Shirt ein "bisschen frecher und jünger" sein werde, so Winter.

















