Aufregung um einen Schweinestall in Hafning
Im Laintal gärt es. Grund dafür ist ein geplanter Neubau eines Schweinestalls. Bei einer Zusammenkunft im Gasthaus Unterdechler erläuterten Anrainer ihre Ängste und Bedenken.

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Die Anrainer befürchten durch den Neubau eines Schweinestalls am Hof der Familie Bleyer eine enorme Geruchsbelästigung, verstärkten Lärm und somit eine Einschränkung ihrer Lebensqualität.
Ihre Ängste und Bedenken äußerten sie in einer Zusammenkunft, bei der 45 Bewohner des Laintals (Gemeinde Hafning) über das Problem Schweinestall diskutierten und die weitere Vorgangsweise besprochen haben. "Es gibt bereits etwa 100 Unterschriften gegen diesen Schweinestall", erklärt Julia Schabiner, eine unmittelbare Anrainerin. Konkret plant Familie Bleyer einen Schweinestall für 59 Mastschweine. "Es wird ein artgerechter, moderner Schweinestall, den wir nur bauen dürfen, weil wir auch jetzt schon etwa 45 Schweine haben", erklärt Albert Bleyer. Notwendig sei der neue Schweinestall deshalb, weil die Bleyers ihren Rinderstall nach EU-Richtlinien zu einem Laufstall umbauen müssen und für die Schweine kein Platz mehr sei.
Mehr Schweine
Die Anrainer sind aber überzeugt, dass es nicht bei den etwa 60 Schweinen bleiben werde. Sie befürchten, dass es bis zu 120 Mastschweine werden könnten, da weitere Boxen am Plan eingezeichnet seien, die jetzt noch durchgestrichen seien. "Wer wird denn die Zahl der Schweine überprüfen?" - eine Frage, die Josef Wolfgruber, Sprecher der Anrainer, in den Raum stellte. "Ich versichere zu 100 Prozent, dass es nicht mehr als 59 Schweine werden", so Bleyer. Man brauche das Schweinefleisch für die Direktvermarktung, denn Familie Bleyer ist für ihre prämierten Schinken bekannt. Durch den geplanten modernen Schweinestall werde es zu weniger Geruchsbelästigung kommen als bisher, ist Bleyer überzeugt. "Es handelt sich hier um die umweltfreundlichste Variante", so Bleyer.
Die Anrainer haben sich mit Anwalt Peter Haslinger rechtlichen Beistand geholt. Und dieser hat bei der Gemeinde Hafning als oberste Baubehörde eine Verschiebung der Bauverhandlung erwirkt, die für kommenden Mittwoch anberaumt gewesen wäre. "Die Geschichte ist noch nicht verhandlungsreif, denn es fehlen noch einige Gutachten sowie auch Angaben von Arbeitsabläufen. Außerdem wurde die Agrarbezirksbehörde damit noch nicht befasst", berichtete Haslinger bei der Zusammenkunft.
Wie Bürgermeister Alfred Lackner auf Anfrage der Kleinen Zeitung erklärte, sei er zum Schluss gekommen, dass es noch viele Punkte gebe, die aufs Tapet müssen. "Deshalb haben wir die Bauverhandlung abberaumt. Meine Aufgabe wird es nun sein, alle Betroffenen und Experten als Vermittler an einen Tisch zu bringen und in einem fairen Gespräch alles zu klären", so Lackner. Diesem Gespräch wird sich auch Familie Bleyer nicht verschließen, denn: "Wir wollen uns keine Feinde schaffen."













