Steinberger setzt in Leibnitz auf Plan B
Bertram Steinberger ist kein Tennisprofi mehr. Den Landesmeistertitel will er trotzdem holen.
TENNIS. Wie es Leobens Tennis-Aushängeschild Bertram Steinberger geht? "Sehr gut!", erklärt der 26-Jährige und lacht. Dass er in der Doppel-Weltrangliste nur noch auf Platz 659 aufscheint, scheint ihn nicht zu stören. "Ich habe Plan B in Angriff genommen", sagt Steinberger und erzählt begeistert vom Physiotherapie-Studium, das er im Herbst begonnen hat.
Warum er Plan A, eine Karriere als Tennis-Profi, der sich auf das Doppelspiel konzentriert, fallen ließ, erklärt er so: "Ich habe mit Philipp Oswald in Italien sechs Futures gespielt. Fünf Mal standen wir im Semifinale oder im Finale. Ich war trotzdem unzufrieden und habe gezweifelt, ob dieser Weg der Richtige für mich ist." Beachtlich: Zu der Zeit war Steinberger die Nummer 289 der ATP-Doppelrangliste.
Seit Herbst ist Tennis jedenfalls zweitrangig, auch wenn der Ex-Profi noch die Team-Meisterschaften in Italien, Deutschland und Österreich (bei Salzburg in der 1. Bundesliga) bestreitet. Weil ihm Tennis momentan sogar mehr Spaß macht als früher, spielt er derzeit auch bei der Landesmeisterschaft in Leibnitz mit. Steinberger ist (wie die Leobenerin Saskia Angerer) als Nummer eins gesetzt. Wie sich sein Trainingsrückstand auswirken wird, davon hat er "keine Ahnung". Dass er zum "erweiterten Favoritenkreis" zählt, streitet er jedenfalls nicht ab. ALOIS LEITENBAUER













