Der Auftrag lautet: Sparen
Kristina Edlinger-Ploder zu Spitälern: "Alles wird evaluiert."

Foto © Jürgen FuchsEdlinger-Ploder (VP): Spitäler, Pflege, Fachhochschulen
Wo werden Sie als Erstes ansetzen? Bei den Strukturen?
EDLINGER-PLODER: Wir werden einmal schnell die regionalen Strukturpläne überschauen, die Angebote sichten und überlegen, welche davon an welchem Standort verzichtbar sind, weil ja auch die Mobilität größer geworden ist.
Die ÖVP hat sich in der vergangenen Legislaturperiode vielfach festgelegt. Kann man diese Positionen so einfach wieder über den Haufen werfen?
EDLINGER-PLODER: Wir haben damals Wahlversprechen sichtbar gemacht, aber die Reformpartnerschaft ist jetzt angetreten, um manche Beschlüsse der Vergangenheit auch ruhen zu lassen und Stellschrauben neu zu setzen. Mit Rückendeckung der Parteichefs und im Wissen, dass dann auch mit den regionalen Abgeordneten geredet werden muss.
Wollen Sie an den Spitalsgremien etwas verändern?
EDLINGER-PLODER: Es bleibt dabei, dass der jeweils Ressortzuständige auch die Mehrheit im Aufsichtsrat der Gesellschaften hat. Aufsichtsräte und Vorsitzführung bei den Spitälern und bei den Fachhochschulen werden sich daher verändern. Bei der Kages werden vier Aufsichtsräte von der ÖVP, drei von der SPÖ nominiert.
Werden Sie Geld von den stationären Einrichtungen hin zu den mobilen Diensten verschieben?
EDLINGER-PLODER: Wenn ich bei den Spitälern spare, dann heißt das nicht, dass es zu den mobilen Diensten fließt. Aber vielleicht wird dort weniger gespart.
Das mobile Angebot ist schon jetzt nicht ausreichend.
EDLINGER-PLODER: Am Ende muss budgetär auch im Gesundheitsbereich gespart werden. Das ist der Auftrag.
Wo sehen Sie Sparpotenzial?
EDLINGER-PLODER: Vorgegeben ist mir nur die Standortgarantie für die Häuser, nicht das, was dort passiert. Es wird auch den Bau treffen, aber nicht das LKH 2020. Und wir müssen uns wieder mehr auf die häusliche Pflege konzentrieren und die indirekten Kostentreiber evaluieren, zum Beispiel die Standards für die Pflegeheime. In Schwanberg ist es auch nicht um die Quadratmeter verfügbaren Raumes gegangen. Wer pflegt den Menschen? Darauf müssen wir uns konzentrieren. INTERVIEW: C. GIGLER, C. ALBERTANI



















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