Der direkte Blick und der Ehering Schützenhöfers
Die neuen ÖVP-Plakate enthalten versteckte Botschaften, die nicht nur Seitenhiebe auf die SPÖ sind.

Foto © PrivatVier "Normalbürger" wechseln sich mit dem Spitzenkandidaten ab
Vier "Normalbürger" wechseln sich mit Hermann Schützenhöfer auf den neuen ÖVP-Plakaten ab Sophie Karmasin vom Institut Karmasin Motivforschung versucht für die Kleine Zeitung eine Interpretation, wie die Sujets wirken.
Gestaltung. Die Personen signalisieren: Der Mensch steht im Vordergrund. Dass sie den Betrachter direkt anblicken, das ist ein Kontrast zum Voves-Plakat, auf dem dieser von Betrachter weg blickt. Schützenhöfer selbst will leger und volksnah wirken, das Foto kann in diesem Sinne als emotionale Botschaft durchgehen. Auffallend ist der Ehering, der bewusst sichtbar ist. Das vermittelt das Solide am Kandidaten.
Thema. Die Vier demonstrieren eine Breite, die über die klassische ÖVP-Klientel hinaus geht. So wirken die Plakate als Demonstration der Vielfalt der ÖVP.
Aussage. Zu sagen "Die Steiermark kann mehr" ist eine Art von Provokation. Es wird vermittelt, dass das Land und die Menschen im Moment unter ihrem Wert geschlagen werden. Damit kann der Betrachter etwas anfangen. Klar ist die Aussage gegen jene der SPÖ gerichtet, die sagt "gut so, weiter so" und damit zu vermittelt, dass doch alles eitel Wonne sei.
Distanz zum Wähler: Sujet und Optik stehen für eine durchaus große Nähe zum Betrachter. Weil die Plakatpersonen ihn anblicken, kann er sich direkt angesprochen fühlen. Auch das Sakko, das Schützenhöfer über der Schulter trägt, ist so ein Signal. Obwohl es auf diesem Plakat kein Steireranzug ist.



















-Anzeigen


