Bezirks- und Gemeindesuche
Noch ein Jahr Zeit
Euphorie ist eine Gefühlslage mit ziemlich beschränkter Haltbarkeit. Das zeigte sich schon beim heftig umjubelten WM-Zuschlag für Schladming im Mai 2008. "Wir haben die WM", lautete die Parole. Das "wir" bezog sich auf Schladming und stellte sich relativ bald als bestenfalls halbrichtig heraus.
Zugesprochen wurde die WM dem Österreichischen Schiverband und der machte schnell klar, wer die Zügel bei dieser Weltmeisterschaft in der Hand halten wird, nämlich ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel höchstselbst. Praktisch alle Schlüsselpositionen wurden mit Vertretern des Schiverbandes besetzt, Hans Grogl, Macher und Chef des Nachtslaloms, wurde nicht - wie in Schladming als sicher gehandelt - Chef des WM-Organisationskomitees, sondern "nur" Direktor für den sportlichen Bereich.
Ein Jahr vor der WM sucht man die große Euphorie am Fuße der Planai noch vergeblich. Das ist noch kein Beinbruch, aber mindestens ein Auftrag für die Verantwortlichen. Die haben noch genau ein Jahr Zeit, das WM-Feuer in den Menschen zu entfachen.
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