Zum dritten Mal en suite bei Major: Nadal gegen Djokovic
Als letztes Highlight des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres ist nach dem Premieren-Sieg von Asarenka nur noch das mit Spannung erwartete Herren-Finale ausständig.

Foto © GEPADie Finalisten
Novak Djokovic gegen Rafael Nadal entwickelt sich mittlerweile ebenso zum Klassiker. Es ist nicht nur das dritte Grand-Slam-Finale in dieser Besetzung en suite, sondern schon die 30. Begegnung des Serben mit dem Spanier. Noch führt Nadal zwar mit 16:13, doch ihm liegen die zuletzt sechs Final-Niederlagen en suite 2011, zuletzt in Wimbledon und bei den US Open, im Magen. Darum ist Nadal heiß auf den nächsten Versuch, er kommt mit dem kleinen Vorteil einer um einen Tag längeren Pause ins Endspiel am Sonntag (9.30 Uhr/live Eurosport). Während der Spanier am Samstag zwei Stunden in der prallen Sonne trainiert, gab es für Djokovic nach dessen Fünf-Satz-Marathon gegen Andy Murray am Tag nur eines: Regeneration. Der zehnfache Grand-Slam-Sieger strotzte zwei Tage nach seinem beeindruckenden Viersatzsieg gegen Roger Federer schon wieder vor Energie. "Ich hatte das Gefühl, dass ich meinen Körper ordentlich bewegen muss, damit ich im Rhythmus bleibe", meinte Nadal.
Djokovic ist aufgrund seiner Serie gegen Nadal der Favorit, aber er wird gut daran tun, seinen Gegner nicht zu unterschätzen. "Novak ist im Moment der beste Spieler der Welt", lobte der 25-Jährige den um ein Jahr jüngeren Serben. Aber auch Nadal hat nach einer Schwächephase gegen Ende des vergangenen Jahres zu alter Stärke zurückgefunden. Von Knieproblemen noch vor zwei Wochen war zuletzt nicht mehr die Rede. "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Verfassung und der Art und Weise, wie ich mich auf dem Platz präsentiere", sagte Nadal, der sich wie immer nicht zu großen Kampfansagen hinreißen ließ. Zu groß ist der Respekt der beiden Finalisten, die auch privat befreundet sind, untereinander. Und Djokovic trachtet nach seinem Superjahr 2010 mit 70 Siegen in 76 Partien nach einer Fortsetzung, die ihm viele nicht zugetraut haben. Der Serbe selbst wollte das nicht ausschließen. "Warum nicht? Ich weiß, dass es schwer wird. Aber ich habe es einmal geschafft, warum nicht auch ein zweites Mal?"
Auch die Atemprobleme, die Djokovic im Viertel- und Halbfinale geplagt haben, werden ihn nicht wirklich aufhalten können. Es handelt sich offenbar um eine Allergie, von der Nadal nicht wirklich etwas hören wollte. "Es ist schon komisch. Ich habe das Match im TV gesehen und wie fantastisch sich Novak im fünften Satz bewegt hat. Und dann zeigen sie Bilder von 2:50 Stunden vorher und es sah so aus, als wäre er zerstört", sagte Nadal am Samstag unbeeindruckt. Fast drei Stunden später sei es Djokovic bestens gegangen. "Also ist es für mich schwer vorstellbar, dass er solche Probleme hat." Ob Djokovic gegen Nadal das Standard-Finale der nächsten Zeit bleiben wird? Das wird nicht nur von den beiden abhängen, sondern auch von Roger Federer und Andy Murray. Einem Federer ist es immer noch zuzutrauen, einen Major-Titel zu holen und der Schotte hat sich - nicht zuletzt mit Ivan Lendl als Coach im Rücken - zuletzt sehr gesteigert.














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