Rodlauer: "Man nimmt uns auf alle Fälle ernst"
Die Schispringerinnen feiern am Samstag (13.30 Uhr, ORF eins live) in Hinzenbach ihr Weltcup-Debüt in Österreich. Eine Bestandsaufnahme.

Foto © GEPADaniela Iraschko
In Lillehammer tummeln sich traditionell wenig Zuschauer. In Hinterzarten war das Wetter mies. Und in Predazzo schauten eh ein paar Hundert Fans vorbei. Aber das ist alles nichts gegen Hinzenbach. Denn im Hausruckviertel sollen bei der Weltcup-Premiere auf rot-weiß-rotem Boden "2000 Zuschauer aufwärts" für Stimmung sorgen. Das erwarten sich zumindest die Organisatoren. Und das erhofft sich auch ÖSV-Cheftrainer Harald Rodlauer.
Noch ist der heuer ins Leben gerufene Weltcup der schispringenden Damen jung - trotzdem kann Rodlauer bereits ein erstes, durchaus positives Resümee ziehen. "Vom Organisatorischen her und wie wir behandelt werden, kann man sich nicht beschweren. Das ist alles top - man nimmt uns auf alle Fälle ernst", resümiert der 45-Jährige, der auch auf eine durchaus stolze Zahl verweisen kann. "In Hinterzarten hatten wir im Fernsehen vier Millionen Zuseher. Das ist wirksam, das macht unseren Sport populärer."
Die Kritik, dass der Leistungsabfall innerhalb des Springer-Zirkus nach wie vor zu groß sei, lässt der Trabocher nicht gelten. "Alle Teams arbeiten mittlerweile sehr professionell. Will man in den Top 10 landen, muss man schon sehr gut Schispringen können." Dass das Niveau gestiegen ist, beweist laut Rodlauer auch die Tatsache, dass die einstige Seriensiegerin Daniela Iraschko "nicht mehr so mir nichts, dir nichts von Sieg zu Sieg hüpfen kann." Im Gegenteil, in diese Rolle ist mittlerweile das US-Girl Sarah Hendrickson geschlüpft.
Bleibt noch die Frage, was den größten Unterschied zwischen schispringenden Damen und Herren ausmacht. Rodlauer, der letzte Saison noch Italiens Kombinierer trainiert hat: "Bei den Mädchen muss man auf den richtigen Umgang und eine passende Ausdrucksweise achten. Dinge, die Männer einfach zur Kenntnis nehmen, hinterfragen sie viel mehr. Und sie sind auch sehr, sehr hart zu sich selbst."














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