Ein Schifest, aber keine Dauerparty
Am Samstag (4.2.) ist es noch genau ein Jahr bis zum Beginn der Alpinen Schi-WM 2013 in Schladming. In der WM-Stadt ist alles auf Schiene, einzelne Projekte müssen noch fertig werden.

Foto © GEPADie WM-Strecke
Man wird nicht in zehn Tagen reich, aber wenn man es gut macht, vielleicht in zehn Jahren", stellt Planai-Chef Ernst Trummer eine knochentrockene Rechnung an. Wer glaubt, mit der WM werde gleich auch der "große Zaster" nach Schladming kommen, werde ein bitteres Erwachen erleben.
Es sind genau 365 Tage, bis am 4. Februar 2013 die große Eröffnungsfeier über die Bühne geht. Und am Fuße der Planai ist alles angerichtet. Naja, zumindest fast alles. "Die eine oder andere Kleinigkeit fehlt noch", bestätigt Bürgermeister Jürgen Winter, "vom dreispurigen Ausbau der Ennstalbundesstraße östlich von Schladming über die Finalisierung der neuen Auf- und Abfahrten bis zur Fertigstellung des Bahnhofes oder dem Bau des Zeremonienplatzes im Zentrum der Stadt, auf dem alle Siegerehrungen durchgeführt werden."
Auch der Ortschef macht sich Gedanken über den wirtschaftlichen Effekt der WM und stellt potenziellen Preistreibern die Rute ins Fenster: "Ich appelliere an alle, nicht zu versuchen bei der WM in zehn Tagen reich zu werden." Ähnlich wie Trummer sieht Winter die WM als Investition in die Zukunft: "Es muss uns gelingen, die Bevölkerung der gesamten Region abzuholen und den Menschen näher zu bringen, dass wirtschaftliche Effekte wie Werbewert und Stärkung des Tourismus allen zugutekommen."
Auch bei den offiziellen Feierlichkeiten der WM würden, entgegen den Befürchtungen örtlicher Vereine, die Menschen aus der Region eingebunden. Winter: "Natürlich können nicht alle Vereine dabei sein, aber unsere Tradition und die Menschen, die hier leben, werden bei den Feierlichkeiten sicher transportiert."
Apropos Feierlichkeiten: Ein Schifest soll die WM in Schladming selbstverständlich werden, aber keinesfalls eine feuchtfröhliche Dauerparty. So werde es, bestätigt der Bürgermeister, während der WM keine Partymeile im Stadtzentrum geben, aber sehr wohl die Möglichkeit in und vor den Lokalen zu feiern. Allerdings - zumindest vor den Lokalen - längstens bis 23 Uhr und dort werde auch über Beschränkungen bei harten Getränken nachgedacht. Feiern können die Schifans aber auch in einem großen Publikumszelt.
Unstimmigkeiten zwischen Schladming und dem ÖSV gebe es, so Winter, keine. Oder zumindest keine mehr. Winter hatte dem ÖSV in einem TV-Interview ausgerichtet, dass es dem ÖSV gelingen müsse, die Bevölkerung der Region in Sachen WM abzuholen. Winter: "Zwischen mich und ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel passt mittlerweile kein Blatt Papier."
Peter Schröcksnadel hat sich übrigens zum Ziel gesetzt, der Schladminger WM internationales Flair zu verleihen. Zu diesem Behufe arbeitet der ÖSV mit Hubertus von Hohenlohe zusammen, der Hollywoodstars und auch blaues Blut nach Schladming locken soll.
















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