Mesotitsch: "Wir haben nie aufgegeben"
Österreichs Biathlon-Staffel wurde in Antholz Dritter, der erste Saison-Podestplatz für den bewaffneten Langlauf. Der Kärntner Daniel Mesotitsch war dabei - und spricht über die Aufs und Abs der bisherigen Saison.

Foto © GEPADaniel Mesotitsch
Große Ziele, viele Erfolge. Siege, Podiumsplätze. Das waren die Vorgaben für den Winter. Vorerst trat einmal das Gegenteil davon ein. Bis zum letzten Wochenende in Antholz, als es für euch endlich mit der Staffel den ersehnten Podiumsplatz gegeben hat. Ist man als Leistungssportler nicht dem Verzweifeln nahe, wenn es so lange nicht läuft?
DANIEL MESOTITSCH: Nein, wir waren nie verzweifelt. Wir haben uns natürlich oft gefragt, warum es nicht läuft. Es gab Analysen und die Suche nach einem Fehler im System. Nur g'scheiter sind wir nicht geworden. Wir haben aber immer gewusst: Wir können es. Ganz sicher, wir haben doch nichts verlernt.
Aber einen Grund für die misslungenen Bewerbe, vor allem in Nove Mesto, muss es doch gegeben haben.
MESOTITSCH: Der Grund, warum man nicht immer gewinnen kann, nicht einmal in die Nähe eines Stockerlplatzes kommt, ist ganz einfach erklärt: Die Dichte im Biathlon ist so groß geworden, wie in keiner anderen Sportart. Für jeden einzelnen Bewerb gibt es - kurz überlegt - 15 bis 20 Sieganwärter. Die Ukrainer werden immer besser, ebenso die Weißrussen, die USA besteht nicht mehr aus dem Einzelkämpfer Tim Burke. Jedes Jahr tauchen neue Sieger auf - wie nun der Schwede Frederik Lindström, der 22-Jährige hat in Antholz den Sprint gewonnen.
Apropos Sprint. Das war doch für euch in Nove Mesto der absolute Tiefpunkt. Nur Sven Grossegger und Simon Eder haben sich mit den Plätzen 50 und 56 für die Verfolgung qualifiziert, Eder hat gleich das Handtuch geworfen. So war Österreich nur mit einem Mann vertreten . . .
MESOTITSCH: Stimmt schon. Das war für uns das Katastrophen-Rennen schlechthin. Aber das gibt es immer einmal. Sogar für die besten der Welt. Schau dir die Norweger an. Für die war die Staffel in Antholz, die für uns so gut gelaufen ist, das Katastrophen-Rennen. Für einen Boe oder Bjoerndalen hat es da nur zum elften Platz gereicht. Mit insgesamt fünf Strafrunden.
Das heißt, ihr seid nach wie vor auf dem richtigen Weg für die Weltmeisterschaft Anfang März in Ruhpolding?
MESOTITSCH: Ich glaube schon. Jeder geht mit Misserfolg anders um. Schau, ich ziehe die Saison durch, mache im Weltcup keine Pause. Der Sumann Christoph hat sich rausgenommen und ist statt in Antholz zu starten lieber trainieren gegangen. Das macht jeder auf seine Art und Weise. Und das ist gut so.















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