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ÖSV gab Kader für die Saison 2012/2013 bekannt Noch zwei Medaillen-Chancen für ÖSV-Herren Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Biathlon Nächster Artikel ÖSV gab Kader für die Saison 2012/2013 bekannt Noch zwei Medaillen-Chancen für ÖSV-Herren
Zuletzt aktualisiert: 22.01.2012 um 16:16 UhrKommentare

Österreichs Staffel holt 100. Podestplatz

Erfreuliches Lebenszeichen der zuletzt enttäuschenden Schijäger: Eder, Eberhard, Mesotitsch und Landertinger belegten beim Teambewerb in Antholz Platz drei. Frankreich gewann vor Deutschland.

Foto © GEPA

Im 17. Saison-Rennen des Biathlon-Weltcups hat es am Sonntag endlich mit dem ersten Podestplatz für das ÖSV-Team geklappt. Simon Eder, Tobias Eberhard, Daniel Mesotitsch und Dominik Landertinger klassierten sich in Antholz (Südtirol) im 4 mal 7,5-km-Staffelbewerb an der dritten Stelle und sorgten damit für die insgesamt 100. österreichische Weltcup-Platzierung unter den ersten drei. Frankreich feierte 12,0 Sekunden vor Deutschland und 41,7 vor dem ÖSV-Quartett den ersten Sieg seit Dezember 2009.

Nach zuletzt schwachem Abschneiden boten die Österreicher im Quartett ihre bisher besten Leistungen. Eder, der das Massenstartrennen tags zuvor ausgelassen hatte, übergab nach nur einmal Nachladen als Dritter mit 9,1 Sekunden Rückstand auf Frankreich. Eberhard, der anstelle des pausierenden Christoph Sumann zum Einsatz kam, rechtfertigte seine Aufstellung mit nur zweimal Nachladen und einer starken Laufleistung. "Es freut mich, dass ich auf der Loipe mit Andi Birnbacher und Simon Fourcade mithalten konnte, die im Moment sicher zu den Stärksten zählen. Ich hatte super Material", sagte der Salzburger.

"Dann schieß' ich mir ins Knie"

Routinier Mesotitsch, in dieser Saison noch der beständigste Österreicher, leistete sich zwar vier Fehler, hielt aber am Schauplatz von zwei seiner drei Weltcupsiege dank guter Laufleistung die Hoffnung auf die Top Drei am Leben. "Auf der letzten Runde war ich total am Anschlag", erklärte der Kärntner, der mehr als eine halbe Minute vor den viertplatzierten Russen übergab.

Landertinger wurde vom aufkommenden Jewgenij Ustjugow aber noch stark gefordert. Doch der Tiroler rettete im Finish den dritten Platz mit 3,6 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Der Ex-Massenstart-Weltmeister war zuletzt von Selbstzweifeln geplagt, am Sonntag bewies er aber läuferisch und auch am Schießstand (nur zwei Fehler) Klasse.

"Ich dachte mir, wenn wir heute nur Vierter werden, dann schieß' ich mir ins Knie. Ich habe in der letzten Runde alles herausgeholt", sagte der Hochfilzener, der zunächst eine Attacke parierte und schließlich selbst erfolgreich angriff. Landertinger: "Ich wollte es nicht auf einen Zielsprint ankommen lassen. Gott sei Dank hat die Kraft gereicht. Ich könnte weinen vor Freude."

Ergebnis - 4 x 7,5-km-Staffel:
1. Frankreich (Jean Guillaume Beatrix/Simon Fourcade/Alexis Boeuf/Martin Fourcade) 1:12:14,7 Stunden (0 Strafrunden+7 Mal Nachladen)
2. Deutschland (Michael Rösch/Andreas Birnbacher/Florian Graf/Arnd Peiffer) 12,0 zurück (1+9)
3. Österreich (Simon Eder/Tobias Eberhard/Daniel Mesotitsch/Dominik Landertinger) 41,7 (0+9)
4. Russland 45,3 (1+12)
5. Schweden 1:02,6 (1+11)
6. Weißrussland 1:42,3 (0+6)
24 Staffeln am Start.

Quelle: APA

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