Ein Zittersieg in allerletzter Sekunde
In der Nachspielzeit erzielten Linz und Hoffer zwei Tore und retten drei Punkte im Auftaktspiel der EM-Qualifikation. Um auch gegen die anderen Gruppengegner eine Chance zu haben, muss sich die ÖFB-Truppe noch deutlich steigern.

Foto © GEPAMartin Harnik war einer der Aktiveren gegen Kasachstan
Das Dutzend ist voll. Österreichs Nationalmannschaft lief im zwölften Spiel unter der Ägide von Teamchef Didi Constantini in der zwölften Aufstellungs-Variante aufs Feld der Red Bull Arena zu Salzburg. Martin Harnik und Roland Linz in der Starformation, das durfte man getrost in die Kategorie Überraschung einordnen. Stattdessen fanden sich die Deutschland-Legionäre David Alaba und Erwin Hoffer auf der Ersatzbank wieder.
Die rot-weiß-rote Ouvertüre zur EM-Qualifikation gegen Kasachstan begann dann beim Einmarsch der Mannschaften dynamisch mit dem Radetzkymarsch. Danach legten Marc Janko und Kollegen ein flottes Tänzchen auf den Salzburger Naturrasen - zumindest versuchten sie es. Dass es nicht schon zur Pause zu einer deutlichen Führung der heimischen Auswahl gereichte, lag weniger am Mangel an Chancen als vielmehr am teilweise leichtsinnig anmutenden Schlendrian, mit dem man selbige vergab.
Viele Ungereimtheiten
Martin Harnik (2., 11.) tauchte etwa gleich zweimal alleine vor Kasachstans Schlussmann Andrej Sidelnikow auf, einmal verzog er, das andere Mal war der Keeper auf dem Posten. Auch Marc Janko (13., 16.) durfte zweimal zeigen, dass er nicht nur, wie zuletzt bei Twente, Tore schießen, sondern auch Chancen vernebeln kann. Bleibt noch Franz Schiemer, der in der 17. und in der 36. Minute mit zwei Distanzschüssen das Tor der harmlosen Kasachen auch nicht traf. Zwischen all den Möglichkeiten gab es allerdings genug Gelegenheit für Missverständnisse, Fehlpässe und andere Ungereimtheiten.
In der zweiten Hälfte versuchten es die Österreicher mit der Brechstange - lange ohne Erfolg. Aber in der Nachspielzeit erlösten Roland Linz und Erwin Hoffer mit einem Doppelschlag die Fans und den Teamchef. Fazit: Der Pflichtsieg ist gelungen, mehr nicht, denn einen schwächeren Gegner als die Kasachen wird man in der EM-Qualifikation nicht finden. Und mit solchen Leistungen ist die Euro 2012 nicht nur zwei sondern Lichtjahre entfernt.
Features
EM-Quali, Gruppe A
Österreich - Kasachstan 2:0 (0:0).
Salzburg, EM-Stadion Wals-Siezenheim, 22.500, SR Marijo Strahonja (CRO).
Tore:
1:0 (91.) Linz 2:0 (92.) Hoffer
Österreich:
Macho - Dag, Prödl, Pogatetz, Fuchs -Harnik (66. Hoffer), Kavlak, Schiemer, Jantscher (66. Alaba) - Linz -Janko (78. Maierhofer)
Kasachstan: Sidelnikow - Kislitcyn (76. Roschkow), Abdulin, Popow,Kirow - Karpowitsch, Geterijew - Nurgalijew (59. Asowskij),Schumaskalijew, Awertschenko - Malzew (46. Chischnitschenko)
Gelbe Karten:
Jantscher bzw. Nurgalijew, Kislitcyn, Roschkow
Die Besten:
Pogatetz, Harnik bzw. Popow, Geterijew
Fotoserie
Alle Ergebnisse vom Dienstag
Schweden - San Marino 6:0 (3:0)
Ungarn - Moldawien 2:1 (0:0)
Niederlande - Finnland 2:1 (2:1)
Türkei - Belgien 3:2 (0:1)
Deutschland - Aserbaidschan 6:1 (3:0)
Russland - Slowakei 0:1 (0:1)
Mazedonien - Armenien 2:1 (1:1)
Irland - Andorra 3:1 (2:1)
Bulgarien - Montenegro 0:1 (0:1)
Schweiz - England 1:3 (0:1)
Serbien - Slowenien 1:1 (0:0)
Italien - Färöer 5:0 (3:0)
Weißrussland - Rumänien 0:0
Albanien - Luxemburg 1:0 (1:0)
Bosnien Herzegowina - Frankreich
0:2 (0:0)
Norwegen - Portugal 1:0 (1:0)
Dänemark - Island 1:0 (0:0)
Tschechien - Litauen 0:1 (0:1)
Schottland - Liechtenstein 2:1 (0:0)
Georgien - Israel 0:0
Malta - Lettland 0:2 (0:1)
Kroatien - Griechenland 0:0













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