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    Zuletzt aktualisiert: 28.05.2012 um 20:40 UhrKommentare

    Teamspieler Criscito nach Razzia in EM-Camp entlassen

    Zu einer Polizei-Razzia kam es am Montag im Camp des italienischen Fußball-Nationalteams. Domenico Criscito wurde als Zeuge wegen des Verdachts von Spielmanipulationen einvernommen - und dann aus dem EM-Kader der "Squadra Azzurra" entlassen.

    Überraschungsbesuch im Camp. Die Polizei ermittelt im Trainingslager der italienischen Nationalmannschaft

    Foto © APÜberraschungsbesuch im Camp. Die Polizei ermittelt im Trainingslager der italienischen Nationalmannschaft

    Normalerweise sitzen in der großen Aula von Coverciano Journalisten und hören zu, was die Spieler oder der Trainer der italienischen Nationalmannschaft zu sagen haben. Montagmittag nahm Demetrio Albertini, Vizepräsident des italienischen Fußballverbandes, vor dem gefüllten Plenum Platz.

    "Mimmo wird nicht zur EM fahren", sagte Albertini. Es klang harmlos. Mimmo, das ist der Spitzname von Domenico Criscito. Weil die Staatsanwaltschaft Cremona gegen den 25-Jährigen von Zenit St. Petersburg wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und Sportbetruges ermittelt, strichen die Verantwortlichen den Nationalspieler aus dem EM-Kader.

    Criscito ist der bislang Prominenteste unter den mutmaßlich Beteiligten im unendlich wirkenden italienischen Wettskandal. Zwei Polizeifahrzeuge fuhren am Montagmorgen um 6.30 Uhr im Trainingszentrum der Nationalelf in Coverciano bei Florenz vor und stellten Criscito den Ermittlungsbescheid zu. Dann durchsuchten die Beamten das Zimmer des früheren Spielers des FC Genua, der an der Manipulation des Spiels Lazio Rom gegen FC Genua im Mai 2011 beteiligt gewesen sein soll. Insgesamt 19 Festnahmen, darunter 13 Profis, sowie 30 Hausdurchsuchungen meldete die Staatsanwaltschaft Cremona am Montag.

    Mauri und Conte im Visier

    Wieder einmal wird die italienische Nationalmannschaft in der Vorbereitung auf ein wichtiges Turnier erschüttert. Kurz vor der WM 2006 war die Nachricht vom Calciopoli-Betrugsskandal in das Idyll von Coverciano geplatzt. Luciano Moggi, Sportdirektor von Juventus Turin, hatte sich mit seinen Helfern ein Netz höriger Schiedsrichter gestrickt. Doch diesmal ist die Nationalmannschaft auch direkt in den Skandal verwickelt.

    Am Montag nahmen die Ermittler zudem Stefano Mauri, den ehemaligen Teamspieler und Lazio-Kapitän fest. Er wird beschuldigt, an der Manipulation der Spiele Lazio gegen FC Genua und Lecce gegen Lazio im Mai 2011 beteiligt gewesen zu sein. Sogar der meistgefeierte Trainer der Serie A hat für die Ermittler seine Unschuld verloren. Antonio Conte, Meistermacher von Juve, soll in seiner Zeit als Siena-Trainer in illegale Absprachen bei den Spielen gegen Albinoleffe und Novara verwickelt gewesen sein. Polizisten durchsuchten seine Wohnung, beschlagnahmten Computerdaten sowie ein Handy.

    Wie Criscito, Conte und Mauri ergeht es den Protagonisten des "Calcio" beinahe im Wochentakt. Gerade jubelten ihnen die Fans noch zu, jetzt fürchten sie um ihren Ruf und ihre Karriere. Criscito und Conte beteuerten am Montag ihre Unschuld. "Wenn wir wollten, könnten wir ewig weiterermitteln, aber dazu fehlt mir das Personal", sagte Staatsanwalt Roberto Di Martino. Erstmals schlugen die Ermittler im vergangenen Juni zu, als unter anderen der ehemalige Nationalspieler Beppe Signori verhaftet wurde, weil er Teil eines internationalen Wettkartells mit Hauptsitz in Singapur sein soll. Im Dezember 2011 nahmen Beamte den Kapitän von Atalanta Bergamo, Cristiano Doni, fest. Doni wurde für dreieinhalb Jahre gesperrt.

    Ermittlungen gehen voran

    Weil nun mehrere Kronzeugen mit der Justiz zusammenarbeiten, kommen die Ermittlungen stückchenweise voran. Zu den Verdächtigen gehören auch Ex- Genua-Profi Omar Milanetto, der am Montag festgenommen wurde, sowie der Kapitän von Chievo Verona, Sergio Pellissier. Seine Wohnung wurde durchsucht. Auch gegen Siena-Präsident Massimo Mezzaroma wird ermittelt. Im Juli soll ein italienisches Sportgericht erste Urteile fällen. Bislang wurden 51 Personen im Wettskandal verhaftet.

    JULIUS MÜLLER-MEININGEN, ROM

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      2012: Spanien
      2008: Spanien
      2004: Griechenland
      2000: Frankreich
      1996: Deutschland
      1992: Dänemark
      1988: Niederlande
      1984: Frankreich
      1980: Deutschland
      1976: Tschechoslowakei
      1972: Deutschland
      1968: Italien
      1964: Spanien
      1960: UdSSR

       

      Ewige Bilanz

      Deutschland: 3 Titel
      (1972, 1980, 1996)
      Spanien: 3 (1964, 2008, 2012)
      Frankreich: 2 (1984, 2000)
      Griechenland: 1 (2004)
      Dänemark: 1 (1992)
      Niederlande: 1 (1988)
      Tschechoslowakei 1 (1976)
      Italien: 1 (1968)
      UdSSR: 1 (1960)

       

      Torschützenkönige

      2012 - 3 Tore:
      Fernando Torres (ESP)
      2008 - 4 Tore:
      David Villa (ESP)
      2004 - 5 Tore:
      Milan Baros (CZE)
      2000 - 5 Tore:
      Patrick Kluivert (NED)
      Savo Milosevic (JUG)
      1996 - 5 Tore:
      Alan Shearer (ENG)
      1992 - 3 Tore:
      Vier Spieler
      1988 - 5 Tore:
      Marco van Basten (NED)
      1984 - 9 Tore:
      Michel Platini (FRA)
      1980 - 3 Tore:
      Klaus Allofs (GER)
      1976 - 4 Tore:
      Dieter Müller (GER)
      1972 - 4 Tore:
      Gerd Müller (GER)
      1968 - 2 Tore:
      Dragan Dzajic (YUG)
      1964 - 2 Tore:
      Jesus Pereda (ESP)
      Dezsö Novak (HUN)
      1960 - 2 Tore:
      Fünf Spieler

       

      Rekordspieler

      16 Spiele:
      Edwin van der Sar (NED)
      Lilian Thuram (FRA)
      14 Spiele:
      Nuno Gomes (POR)
      Zinedine Zidane (FRA)
      Luis Figo (POR)
      Karel Poborsky (CZE)
      13 Spiele:
      Alessandro Del Piero (ITA)
      Peter Schmeichel (DEN)
      Thomas Häßler (GER)
      Jürgen Klinsmann (GER)
      Laurent Blanc (FRA)
      Didier Deschamps (FRA)
      Paolo Maldini (ITA)
      Dennis Bergkamp (NED)
      Phillip Cocu (NED)

       

      Rekordtorjäger

      9 Tore:
      Michel Platini (FRA)
      7 Tore:
      Alan Shearer (ENG)
      6 Tore:
      Ruud van Nistelrooy (NED)
      Patrick Kluivert (NED)
      Thierry Henry (FRA)
      Nuno Gomes (POR)
      5 Tore:
      Savo Milosevic (YUG)
      Milan Baros (CZE)
      Marco van Basten (NED)
      Jürgen Klinsmann (GER)
      Zinedine Zidane (FRA)
      4 Tore:
      Elf Spieler

       

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