Millionen-Rechtsstreit der Pleiteklubs geht doch weiter
Anfäng Jänner haben sich der FC Kärnten und SK Austria Kärnten geeinigt, nun ist wieder alles anders. Der FC Kärnten hat den Vergleich über 854.000 Euro widerrufen. Grund ist eine neue Ausbildungsentschädigungs-Berechnung.

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Der jahrelange Rechtsstreit zwischen den Kärntner Fußball-Pleiteclubs SK Austria Kärnten und FC Kärnten geht in eine neue Runde. Gestritten wird um 1,1 Mio. Euro. Anfang Jänner hatte man sich zwar auf einen Vergleich geeinigt, demzufolge dem FC Kärnten 854.000 Euro zugestanden wären. Nach einer Gläubigerausschusssitzung des FC Kärnten wurde der Vergleich allerdings widerrufen, bestätigte FC-Kärnten-Masseverwalter Kurt Hirn am Freitag gegenüber der APA einen entsprechenden Bericht in der "Wiener Zeitung".
Eine von FC-Kärnten-Präsident Josef Steindorfer bei der Bundesliga in Auftrag gegebene neue Berechnung der Höhe der seinem Verein zustehenden Ausbildungsentschädigung habe eine Summe von mehr als einer Million Euro ergeben. Bisher war man in dem Verfahren von "nur" 588.000 Euro ausgegangen.
Prozesstermin im März
Masseverwalter Hirn will aufgrund der neuen Berechnung nun erreichen, dass dem FC Kärnten die ursprünglich geforderten 1,1 Mio. Euro - und nicht wie im mittlerweile geplatzten Vergleich 854.000 Euro - zugesprochen werden. 1,1 Mio. Euro sei genau der Betrag, für den das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt eine Haftung übernommen haben.
Der nächste Prozesstermin am Landesgericht Klagenfurt ist für den 5. März anberaumt. Hirn kündigte aber noch im Vorfeld Gespräche mit SK-Austria-Kärnten-Masseverwalter Roland Grilc und dem Rechtsvertreter von Stadt und Land, Rechtsanwalt Michael Sommer, an. Beim FC Kärnten hofft man - sollte man das Verfahren tatsächlich gewinnen - nach wie vor auf einen Zwangsausgleich und die Wiederauferstehung des im November 2008 in Konkurs gegangenen Vereins. SK Austria Kärnten schlitterte im Juni 2010 in die Pleite.















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