Was läuft schief beim KAC?
Halbzeit in der Platzierungsrunde und der KAC hat wenig zu lachen. Nach der Niederlage in Laibach hat man die "Rote Laterne" inne. Fünf Gründe, warum es bei den Rotjacken nicht läuft.

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Die Hierarchie in der Mannschaft fehlt
Der KAC verfügt nominell über einige erfahrene Spielerpersönlichkeiten, von denen man sich erwartet, dass sie die Jungen mitreißen. Davon ist wenig zu spüren. Ein Christoph Brandner wirkt in der Rolle als Kapitän zu introvertiert. Ist er dafür überhaupt noch der richtige Mann? Auch fehlt ein Typ, der in der Öffentlichkeit auch einmal (Selbst-) Kritik übt und nicht nur immer nach Ausreden sucht (Beispiel Verletzte).
Zweikampfverhalten
Die Mittelzone wird dem Gegner meistens kampflos überlassen, wenn attackiert wird, dann nur halbherzig. In der eigenen Zone fehlt es speziell in den Rundungen und vor dem Tor an der notwendigen Aggressivität für den möglichen Puckgewinn. Dadurch kommen die Gegner viel zu oft im Slot zum Schießen, die daraus resultierenden Rebounds finden meist beim Gegner ihre Abnehmer. Zudem mangelt es häufig an der Zuordnung im Verteidigungsdrittel.
Junge Spieler entwickeln sich nicht weiter
Sich nur an den arrivierten Spielern abzuputzen, ist zu einfach. Auch die jungen Spieler sind von ihrer Topform weit entfernt. Und das obwohl viele von ihnen (Paul Schellander, Manuel Geier, Thomas Hundertpfund, Raphael Herburger) durch die vielen Ausfälle mehr Eiszeit bekamen und so beweisen konnten, was in ihnen steckt. Eine Vorgabe des Vereins ist seit jeher, junge Spieler in die Mannschaft zu integrieren. Das ist größtenteils auch gelungen, aber viele haben sich nicht weiterentwickelt.
Das Trainerteam setzt keine Zeichen
Die Leistungsträger beim KAC brauchen sich keine Sorgen um ihren Stammplatz machen. Zeigen sie noch so indiskutable Leistungen, werden sie im nächsten Spiel wieder mit von der Partie sein. Sie erhalten wieder viel Eiszeit, dürfen im Powerplay als auch in Unterzahl weiter ihr Glück versuchen. Es wäre schon längst an der Zeit gewesen, gewissen Leistungsträgern eine Nachdenkpause zu geben. Um im Team als auch in der Öffentlichkeit, ein schon längst notwendiges Zeichen zu setzen.
Der Output ist äußerst bescheiden
Die Qualität des Kaders ist wesentlich höher als es die Ergebnisse bisher widerspiegeln. Das vom Vorstand gewünschte aggressive Spielsystem, wie es Linz vorzeigt, davon ist der KAC meilenweit entfernt. Die Frage ist nur, können oder wollen es die Trainer bzw. in weiterer Folge die Spieler nicht umsetzen. Nur was der KAC zurzeit zeigt, ist nicht Fisch und nicht Fleisch. Im Powerplay läuft es seit drei Jahren, mit kurzzeitigen Ausnahmen, mehr als bescheiden.
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