Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
24. Mai 2012 13:35 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 332502 Mitglieder | 643 online
Braucht die Hypo heuer eine neue Staatshilfe? "Ich bin heute noch stolz auf das Projekt" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Hypo Alpe Adria Nächster Artikel Braucht die Hypo heuer eine neue Staatshilfe? "Ich bin heute noch stolz auf das Projekt"
Zuletzt aktualisiert: 22.12.2011 um 21:17 UhrKommentare

Ein Job mit viel Zündstoff

Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) macht der Kärntner Hypo Alpe Adria Dampf und schickt einen "Beauftragten" in die Bank. Der neue Aufpasser sorgt bereits jetzt für Unmut.

Hypo-Aufsichtsrat Johannes Ditz wollte die CSI schon beenden, jetzt könnte Georg Krakow von Wolfgang Peschorn als Aufpasser geschickt werden (von links)

Foto © Philipp, Zak, TraussnigHypo-Aufsichtsrat Johannes Ditz wollte die CSI schon beenden, jetzt könnte Georg Krakow von Wolfgang Peschorn als Aufpasser geschickt werden (von links)

Bis September muss die CSI-Hypo fertig sein", ließ Johannes Ditz, Aufsichtsratschef der Hypo Alpe Adria, die Öffentlichkeit, vor allem aber Finanzministerin Maria Fekter als Eigentümervertreterin der verstaatlichen Bank, im Juli wissen. Sein Motiv: "Die ständige Verbindung mit mutmaßlichen Kriminalfällen schadet der Bank."

Doch derzeit scheint das Ende der Untersuchungen weiter entfernt denn je. Wolfgang Peschorn, als Chef der Finanzprokuratur Anwalt der Republik und Anführer der CSI Hypo, kündigt daher an, dass die Hypo binnen fünf bis sieben Wochen einen "Sonderbeauftragten" bekommt.

Was der machen soll und darf? "Die Aufarbeitung der Vergangenheit überwachen und vorantreiben", sagt Peschorn. Pikant daran: Der Sonderbeauftragte wird direkt an das Finanzministerium und Peschorn berichten - also vorbei an Vorstand und Aufsichtsrat. Als aussichtsreichster Kandidat für diesen Job wird Georg Krakow, der Ex-Kabinettschef der glücklosen Justizministerin Claudia Bandion-Ortner und frühere Chef-Ankläger im Bawag-Verfahren, gehandelt. Peschorn nennt ihn eine "sicherlich fähige" Person.

In der Hypo ist die Überraschung über Peschorns Vorstoß groß. "Wir werden uns anschauen, was uns die Finanzprokuratur da vorschlägt und das dann die entsprechenden Organe überprüfen lassen", kündigt Hypo-Sprecher Nikola Donig an.

Alle Mitarbeiter gefordert

Peschorn will aber nicht nur einen Aufpasser installieren, sondern auch alle Bankmitarbeiter per Satzung verpflichten, an einer zügigeren Vergangenheitsbewältigung mitzuarbeiten. Konkret verspricht sich die Finanzprokuratur vor allem Aufklärung in Liechtenstein, wo Peschorn "wichtige Infos" vermutet.

Der Hypo-Betriebsrat ist alarmiert. Er stößt sich nicht nur daran, dass ein Sonderbeauftragter installiert werden soll, sondern, dass künftig auch alle Mitarbeiter in die Pflicht genommen werden sollen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Betriebsratskollegium diese Sache gutheißen wird", kündigt der skeptische Betriebsrat Klaus Jernei an.

Inoffiziell ist zu hören, dass das Vorstandsteam um Gottwald Kranebitter mehr als irritiert vom Schritt Peschorns ist.

Zumindest die Kosten für den Sonderbeauftragten will Peschorn gering halten, "ein unterer Stundensatz, wie ihn Anwälte oder Steuerberater verrechnen". Laut Hypo Bilanz hat die CSI Hypo alleine im Jahr 2010 18,6 Millionen Euro gekostet.

Dem hält Peschorn die "Erfolgsbilanz" der CSI Hypo entgegen. Rund 70 Anzeigen wurden eingebracht, 77 Personen als Beschuldigte namhaft gemacht, an die 88 Millionen Euro wieder an die Hypo zurückgeführt und "650 Millionen Euro als Schaden" im Zusammenhang mit den Strafanzeigen identifiziert.

THOMAS CIK, WOLFGANG SIMONITSCH

Kommentar

Thomas CikFragen an Fe... von Thomas Cik

KLEINE.tv

Hypo-III-Prozess: Das Urteil wird erwartet

Beim Hypo-III-Prozess am Klagenfurter Landesgericht wird für heute ein U...Bewertet mit 5 Sternen

 

Serie "Die Akte Hypo"

Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Bereicherung und Balkangeschäfte hinter Stiftungsschleiern, Verlust-Exzesse bis zum Beinahe-Ruin. Der Krimi um die Hypo Alpe-Adria. Die Serie zum Mega-Debakel der Kärntner Landesbank.

 

Grafik: 1. Halbjahr 2010 & Entwicklung der HGAA

Quelle: APA
 


Eigentümer

Am 14. Dezember 2009 wurde die Hypo Group Alpe Adria verstaatlicht. Die ehemaligen Eigentümer BayernLB, Grawe und Land Kärnten mussten ihre Anteile für je einen Euro abtreten.

 

Grafik: Konzernstruktur

Quelle: APA
 

Grafik: Kärntens Finanzen

Quelle: APA
 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang