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    Zuletzt aktualisiert: 11.06.2012 um 11:01 UhrKommentare

    "Spanienhilfe bekämpft nur Symptome"

    Spanien will die Hilfe zur Rettung der maroden Banken annehmen, doch die Krise in der viertgrößten Euro-Volkswirtschaft ist laut Finanzexperten noch lange nicht vorbei. Die Unsicherheit ist zwar geringer, die Probleme seien aber nicht gelöst.

    Foto © APA

    Nach langem Widerstand wird Spanien nun doch Finanzhilfen aus den Euro-Rettungsfonds zur Rekapitalisierung seiner maroden Banken beantragen. Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos kündigte am Samstag einen entsprechenden Antrag an, nannte jedoch noch keine genaue Summe. Spanien will nach langem Widerstand nun doch Gelder aus den Euro-Rettungsfonds zur Rekapitalisierung seiner maroden Banken beantragen. Die Euro-Finanzminister erklärten sich bereit, dem Land bis zu 100 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Der Umfang ist größer als von vielen Investoren erwartet. Die Märkte wurden in den vergangenen Wochen von der Angst beherrscht, die Krise in der viertgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone könne sich noch stärker ausweiten und der Weltkonjunktur zusätzlich schaden. Nachfolgend die Einschätzungen von Börsianern:

    PHILIPPE GIJSELS, BNP PARIBAS
    "Fundamental gesehen ist der spanische Hilfsantrag ein wichtiger Schritt, da nun Geld vorhanden ist, um die Banken des Landes zu retten. Dennoch heißt das nicht, dass die Märkte nun durchstarten können. Strukturelle Reformen und Wachstum sind weiterhin gefragt."

    WEST LB, RENTENANALYSTEN
    "Der Hilfsantrag eliminiert zumindest einen Unsicherheitsfaktor und fällt zudem deutlich weniger kostspielig aus als ein ausgewachsenes Rettungspaket, das schnell die verbleibenden Mittel zur Erhaltung der 'Brandmauer' für die Finanzmärkte infrage gestellt hätte. Dennoch dürfte sich die Erleichterung der Anleger im Vorfeld der griechischen Wahlen am kommenden Wochenende in Grenzen halten."

    TAKAO HATTORI, MITSUBISHI UFJ MORGAN STANLEY SECURITIES
    "Die Unsicherheiten bleiben. Offen ist, auf welchem Weg die Gelder an die spanischen Banken gezahlt werden, wie das Ergebnis der Wahlen in Griechenland ist und wie sich die Situation in Peripherieländern wie Italien entwickelt."

    UBS-KOMMENTAR
    "Das spanische Bankenproblem zu lösen, heißt, nur ein Symptom der Mängel in der Euro-Krise zu bekämpfen. Das eigentliche Problem eines in sich zersetzenden Bankensystems wird damit nicht gelöst."

    LUTZ KARPOWITZ, DEVISENANALYST DER COMMERZBANK
    "Mit dieser Summe signalisieren sie (die Finanzminister) letztlich, dass geklotzt und nicht gekleckert werden soll."

    "Wie lange die gute Stimmung am Devisenmarkt anhalten wird, hängt vor allem davon ab, was mit den spanischen Renditen passiert. Zwar könnten diese zunächst sinken, da die Finanzminister mit ihrem schnellen Handeln ein Zeichen der Solidarität innerhalb der Euro-Zone gesetzt haben. Allerdings ist nun auch klar, dass Spanien seine Dinge nicht allein regeln kann. Alle bisherigen Hilfsprogramme haben in den Empfängerländern lediglich kurzfristig für Erleichterung gesorgt. In Spanien könnte das nicht anders sein. Schließlich hat Madrid nun erklärt, dass es derzeit nicht in der Lage ist, seinen Finanzbedarf vollständig über den Kapitalmarkt zu decken. Es ist aus unserer Sicht zweifelhaft, ob sich nach diesem Eingeständnis auf Dauer genug Investoren für spanische Staatsanleihen finden werden. Darum könnte sich eine eventuelle Entspannung am Euro-Rentenmarkt als vorübergehend erweisen. Auch könnte, unterstellt man das bisherige Muster der Schuldenkrise, nun Italien vermehrt in den Fokus geraten."


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