Monti ruft Italiener zu stärkerer Flexibilität auf

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Seine Behauptung, ein fester Arbeitsplatz für das ganze Leben, sei langweilig, hat in Italien für Aufregung gesorgt. Ministerpräsident Monti steht zu seinen Aussagen, meint jedoch, sie seien aus dem Kontext gerissen worden. "Ich meinte lediglich, dass Jugendliche sich an den Gedanken gewöhnen müssen, keinen festen Job fürs ganze Leben zu haben, wie es für meine Generation der Fall war", so Monti.
"Ich spreche von einem stabilen Arbeitsplatz mit einem einzigen Arbeitgeber fürs ganze Leben", erläuterte Monti in einem Interview mit der römischen Tageszeitung "La Repubblica". Die Jugendlichen müssten sich auch daran gewöhnen, Job und Land zu wechseln. "Das darf nicht als negativ betrachtet werden. Die Italiener, auch die Jugendlichen, betrachten oft mit Misstrauen alles, was mit Mobilität und Veränderung zusammenhängt", erklärte Monti.
Die Regierung bemühe sich, Verkrustungen aufzulösen. Einige Berufskategorien seien zu stark geschützt, während viele junge Menschen unsicheren Jobs nachgingen. "Berufe für Jugendliche zu schaffen, ist das Hauptziel der wirtschaftspolitischen Strategie der Regierung", versicherte der Premier. Montis Modell ist das dänische Wohlfahrtssystem, das Flexibilität mit starken Abfederungsmaßnahmen für jene Bürger vorsieht, die ihren Job verlieren.
Der italienische Regierungschef will eine ausgedehnte Arbeitsmarktreform durchpeitschen. Dabei soll auch der starke Kündigungsschutz revidiert werden, der ausländische Unternehmen entmutige, in Italien zu investieren. Monti zeigte sich überzeugt, dass sich nach Ende seiner Amtszeit in Italien vieles gebessert haben werde. "Das politische System wird gemäßigter und ruhiger sein als in den letzten Jahren ", so Monti. Er selbst wolle nach Ende der Legislaturperiode im Frühjahr 2013 nicht mehr neu kandidieren.













