Und täglich grüßt der Schrebergarten . . .
Sehr geehrter Herr Pakesch!
Als studierte Biologin freut mich Ihr Vergleich der freien steirischen Kulturszene mit einem Schrebergarten in der gestrigen Kleinen Zeitung natürlich schon, sehe ich doch darin eine Würdigung meines ehemaligen Berufes. Etwas verwundert hat mich allerdings Ihr Vorwurf der mangelnden Dialogbereitschaft unsererseits. Dialoge finden üblicherweise in zwei Richtungen statt (sonst wären es Monologe!), was sich aber schwierig gestaltet, wenn der Dialogpartner diesen konsequent verweigert und bei entsprechenden Veranstaltungen mehrfach die Flucht ergreift; wenn man versucht, Kontakt aufzunehmen und auch sämtliche schriftlichen Kontaktaufnahmen/Einladungen ins Leere laufen. Aber über die Medien ist ein "Dialog" ja auch nicht zu verachten; da haben dann auch Andere etwas davon.
Ein (biologischer) Hinweis zu Schrebergärten sei mir noch gestattet: In Schrebergärten entstanden einige sehr interessante Neuzüchtungen und ich bin mir sicher, dass das auch auf die kulturellen Schrebergärten zutraf und weiterhin zuträfe, wenn man diese Neuzüchtungen nicht sofort nach dem Aufkeimen mitsamt Stumpf und Stiel wie Unkraut ausreißen würde. Man sollte beim Jäten halt öfter einmal ein bisschen genauer hinschauen.
Mit besten Grüßen von der Schrebergärtnerin an die Großgärtnerei (wie war das mit den schädlingsanfälligen Monokulturen???)!
Beate Landen, Präsidentin der Berufsvereinigung der Bildenden Künstler- Innen Österreichs, LV Steiermark












