Neue Bühne für die Wiener Staatsoper

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Eine neue Bühne für die Wiener Staatsoper - auf Probebasis: Direktor Meyer hat erstmals durch die neue Probebühne im Wiener Arsenal geführt. Der schwebende Kubus ist ein Appendix an das bestehende Kulissendepot. Die neue Bühne hat die gleichen Maße wie die Hauptbühne der Staatsoper. Das soll die Hauptbühne entlasten und so mehr Raum für Repertoireaufführungen und die Kinderoper schaffen.
Bisher standen der Staatsoper drei Probebühnen und eine Ballettbühne im Haupthaus zur Verfügung. Die sind jedoch alle kleiner als die Hauptbühne, weshalb nicht mit Kulissen geprobt werden konnte. Auf der Hauptbühne fand aufgrund der Kulissenumbauten maximal eine Probe pro Tag statt. "Wenn man ein bisschen Erfahrungen mit den Opernhäusern der Welt hat, findet man die bisherigen Probedingungen echt arm", so Direktor Meyer.
Der Bau liegt auf Stahlbetonstützen und lässt damit im Foyer Raum für Lieferungen. Die Fundierung der Probebühne erfolgte aus statischen Gründen mit 23 Meter in die Tiefe reichenden Pfählen. Mit elf Monaten Bauzeit und Gesamtkosten von rund 8,2 Millionen Euro liegt die neue Probebühne im Zeit- und Budgetrahmen. Direktor Meyer ist zufrieden: "Es ist eine sehr elegante Lösung."
Den neu gewonnen Platz auf der Hauptbühne will Direktor Meyer vor allem für Wiederaufnahmen und Repertoirevorstellungen nutzen. Außerdem sollen mehr Aufführungen für Kinder stattfinden: "Für mich ist es enorm wichtig, dass wir regelmäßig Kinderopern im großen Hauptraum spielen." Trotzdem bleibt das traditionelle Kinderzelt auf dem Dach der Staatsoper - hier werde man weiterhin kleinere Opern spielen, so Meyer.
Publikumsbetrieb und Veranstaltungen mit Zuschauern wird es in der Probebühne allerdings nicht geben. "Es reicht. Wir wollten keine zusätzliche Spielstätte. Wir wollten ein Problem lösen, kein neues schaffen", ist sich Meyer sicher.












