"Good Bye Tibet" gewann den "Grand Prix Graz"
Der beeindruckende Dokumentarfilm "Good Bye Tibet" gewann den "Grand Prix Graz". Die Jury lobte die gut gemachte Dokumentation "über die Reise zurück zu einer dramatischen Flucht, zur Suche nach Frieden und Heilung vom Heimweh".

Foto © MountainfilmFlucht über 6000-Meter-Berge: Siegerfilm "Good Bye Tibet"
Maria Blumencron (46) gewann Samstagabend beim Berg- und Abenteuerfilmfestival den Hauptpreis "Grand Prix Graz". Die Jury lobte "Good Bye Tibet" der Wienerin als gut gemachte Dokumentation "über die Reise zurück zu einer dramatischen Flucht, zur Suche nach Frieden und Heilung vom Heimweh".
Blumencron, zuvor Schauspielerin u. a. am Raimundtheater in Wien und WDR-Journalistin, arbeitet seit 2000 als Dokumentarfilmerin. 2001 führte sie der Bericht eines Bergsteigers erstmals nach Tibet. Die Frage, warum Eltern ihre Kinder auf gefährlichen Wegen ins Exil schicken, ließ sie nicht mehr los. Mit dem Bergführer Kelsang Jigme und sechs ehemaligen Flüchtlingskindern stieg die Regisseurin auf den 6000 Meter hohen Grenzpass Nangpa La zwischen Tibet und China auf, der für Tausende Tibeter das Tor zur Freiheit war, manchen aber auch den Tod brachte. Blumencron, die bisher u. a. auch Filme über heilige Orte in Deutschland und Österreich drehte, gründete übrigens den Verein "Shelter 108", um Kinder im Himalaya und Heimatlose weltweit zu unterstützen.
Festivalleiter Robert Schauer durfte auch heuer wieder hoch zu frieden sein und weitere Auszeichnungen verleihen: Der "Preis der Jury" ging an Titus Faschina für den Film "Dem Himmel ganz nah", der mit viel Tiefgang das Leben einer Hirtenfamilie in den Karpaten zeigt. In fünf Kategorien wurde die "Kamera Alpin in Gold" vergeben: an "A Sleepless Night" des Belgiers Samuel Tilman, an "Declaration of Immortality" des Polen Marcin Kosza?ka, an "Salt" der Australier Michael Angus & Murray Fredericks, an "Jon Facing the Winds" des Franzosen Corto Fajal sowie an "Voyage au Bout de l'Hiver" der Franzosen Anne & Erik Lapied.













