Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
23. Mai 2012 17:12 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 332439 Mitglieder | 470 online
Zuletzt aktualisiert: 26.08.2010 um 09:46 UhrKommentare

Pakistan: Dammbruch bedroht drei Ortschaften im Süden

Der Hochwasser führende Fluss Indus hatte Mittwochabend in der Provinz Sindh einen Damm durchbrochen. Die Fluten bedrohten drei Ortschaften. Die pakistanische Regierung hat Islamisten verboten, Hilfslager zu errichten.

Immer mehr Orte sind von der Flut betroffen

Foto © APImmer mehr Orte sind von der Flut betroffen

Nach einem Dammbruch im Süden Pakistans bedroht das Hochwasser nun drei bisher von der Katastrophe verschont gebliebene Ortschaften. Die Behörden riefen die noch dort verbliebenen Bewohner auf, ihre Häuser umgehend zu verlassen.

Die Behörden gehen davon aus, dass die meisten der 400.000 Bewohner das Gebiet bereits verlassen haben. Die Überschwemmungen begannen vor rund einem Monat mit dem Einsetzen des Monsunregens. Inzwischen brauchen mehr als acht Millionen Menschen dringend Hilfe, rund 1.500 kamen ums Leben. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind Hunderttausende Flutopfer von der Außenwelt abgeschnitten.

Keine Hilfslager von Islaminsten

Die pakistanische Regierung hat islamistischen Gruppen verboten, Hilfslager im Nordwesten des Landes zu errichten. "Wir wollen nicht, dass die Militanten und verbotene Gruppen den von dem Hochwasser Betroffenen Hilfe leisten und Vorteile daraus ziehen, weil sie Sympathien der lokalen Bevölkerung genießen, um dann das ganze Land zu zerstören. Wir werden das auf keinen Fall zulassen", sagte der Sprecher der Provinz, Mian Iftikhar Hussain. Unklar blieb, ob am Mittwoch bereits Lager geschlossen wurden und wie die Regierung diese genau identifizieren will.

Die USA haben Pakistan zu einem transparenten Umgang mit der internationalen Finanzhilfe für die Opfer der Flutkatastrophe ermahnt. Es seien schwierige wirtschaftliche Zeiten und da wollten die Geberländer sicher sein, dass Geld richtig eingesetzt werde, erklärte der Leiter der US-Behörde für Internationale Entwicklung, Rajiv Shah, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP. Die USA würden andere Länder weiter auffordern, für Pakistan zu spenden, versicherte Shah.

Millionen Menschen betroffen

Die Überschwemmungen in Pakistan begannen vor rund einem Monat mit dem Einsetzen des Monsunregens. Inzwischen brauchen mehr als acht Millionen Menschen dringend Hilfe, rund 1.500 sind ums Leben gekommen. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind Hunderttausende Flutopfer von der Außenwelt abgeschnitten. Rund 800.000 Menschen seien nur aus der Luft zu erreichen, erklärten die UN und forderten mehr Hubschrauber, um Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete bringen zu können. Dringend benötigt würden mindestens 40 große Lastenhubschrauber.

Die internationale Gemeinschaft spendete bisher mehr als 700 Millionen Dollar (gut 550 Millionen Euro). Die Regierung in Islamabad schätzt den Bedarf für den Wiederaufbau, der mehrere Jahre dauern dürfte, auf insgesamt 43 Milliarden.

Die Hochwasser-Katastrophe wirkt sich auch verheerend auf die Landwirtschaft des Landes aus. Mindestens 3,2 Millionen Hektar Felder und damit 14 Prozent der gesamten Anbaufläche seien betroffen, teilte die UN-Ernährungsorganisation FAO am Mittwoch mit. Dies entspricht etwa der Größe Belgiens. Statt mehr als zehn Millionen Tonnen Reis werde 2010 nun eine Ernte von drei Millionen Tonnen erwartet. Üblicherweise wird ein Drittel des Reises exportiert. Auch bei Mais, Baumwolle und Zuckerrohr werde es Ausfälle geben, teilte die FAO mit.

In der südpakistanischen Provinz Sindh warnten die Behörden am Mittwoch vor erneuten schweren Überschwemmungen durch den Indus-Fluss. Die Stadt Hyderabad und umliegende Bezirke seien weiterhin stark gefährdet, sagte der Minister für Bewässerung in Sindh, Jam Saifullah Dharejo. "Wir stecken mitten im Krieg gegen diese außergewöhnlichen Fluten." Aus den gefährdeten Gebieten wurden bereits Zehntausende Menschen in Sicherheit gebracht, tausende Helfer versuchten, den Indus-Fluss mit Barrieren und Dämmen in Schach zu halten. Nach Angaben eines örtlichen Armeesprechers dehnte sich der Indus, der sich durch das ganze Land zieht, in Kotri westlich von Hyderabad von seiner ursprünglichen Breite von 200 bis 300 Metern auf nahezu 3,5 Kilometer aus.


KLEINE.tv

Pakistan: Ausschnitt aus Katastrophe

Der Kleine-Zeitung Redakteur Hannes Gaisch lieferte uns Bilder aus Pakis...Noch nicht bewertet

 

Fotoserien

Pakistan: Impressionen einer Katastrophe 

Pakistan: Impressionen einer Katastrophe

 

Spendenkonten

Caritas: PSK 7.700.004, BLZ 60.000

Ärzte ohne Grenzen:PSK 930 40 950, BLZ: 60 000

Rotkreuz: PSK 2,345.000, BLZ 60.000

Volkshilfe: PSK 1.740.400, BLZ 60.000

Diakonie: PSK 23.13.300, BLZ 60.000

UNICEF: PSK 1.516.500, BLZ 60.000

 




Seitenübersicht

Zum Seitenanfang