BP verspricht 500 Millionen Dollar für Folgen
BP habe sich verpflichtet, "alles zu unternehmen, was wir können, um die Auswirkungen dieses tragischen Ereignisses auf die Menschen und die Umwelt der Golfküste zu mindern", erklärte BP-Chef Tony Hayward am Montag in London.

Foto © APEtliche Tiere verenden im zähen Ölschlamm
Angesichts der Ölpest im Golf von Mexiko hat der britische Ölkonzern BP eine Summe von bis zu 500 Millionen Dollar (404 Millionen Euro) versprochen, um die Folgen der Umweltkatastrophe zu untersuchen. In einem zehnjährigen Forschungsprogramm solle unter anderem untersucht werden, wie das Öl und die zur Zersetzung des Ölteppichs eingesetzten Chemikalien von Meeresströmungen beeinflusst worden seien, teilte Hayward weiter mit. Es sei "dringend erforderlich", dass die Wissenschaft Zugang zu allen Daten erhalte.
Vor mehr als einem Monat war die von BP betriebene Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko explodiert und wenig später gesunken. Seitdem strömt kontinuierlich Öl ins Meer und bedroht die Küstengebiete mehrerer US-Bundesstaaten. Zu Bekämpfung des Ölteppichs setzt BP auch Chemikalien ein, um den Ölschlick auf der Wasseroberfläche zu zersetzen. Kritik daran kam von Umweltschützern, Wissenschaftlern und Fischern.
Angesichts wachsender Zweifel der US-Öffentlichkeit an der Fähigkeit des Konzerns zur Bewältigung der Ölpest startete BP in den USA eine neue Anzeigenkampagne. In den Zeitungen "New York Times" und "Wall Street Journal" schaltete der Ölriese ganzseitige Inserate. Seit dem "tragischen Unfall" habe BP alles ihm Mögliche unternommen, um das Ausströmen des Öls am Meeresboden zu stoppen und es von den Küsten fernzuhalten, heißt es darin. BP habe die "volle Verantwortung" übernommen und werde allen rechtmäßigen Schadenersatzansprüchen nachkommen.
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Das Unglück
Mitte April war im Golf von Mexiko die BP-Bohrplattform "Deepwater Horizon" nach einer Explosion gesunken. Seitdem strömen täglich große Mengen Öl aus dem Bohrloch in rund 1.600 Metern Tiefe ins Meer. Anfangs war von etwa 160.000 Litern am Tag die Rede, später von rund 800.000 Litern. Einige Experten halten sogar eine weit größere Menge für wahrscheinlich. Seit kurzem saugt BP Teile des Öl am Unglücksort ab, allerdings ist völlig unklar, wie viel. Dem Konzern wird vorgeworfen, das Ausmaß der Ölpest herunterzuspielen und zu vertuschen.











