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Zuletzt aktualisiert: 02.02.2012 um 17:08 UhrKommentare

Kälte: Österreichs Gasversorgung "gesichert"

Aufgrund eisiger Temperaturen musste Russland die Gaslieferungen nach Österreich senken. Wirtschaftsminister Mitterlehner beruhigt jedoch: Österreich könnte selbst einen Totalausfall vier Monate verkraften.

Foto © APA

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) zufolge ist trotz des 30-prozentigen Ausfalls der russischen Gaslieferungen in Österreich die "Versorgung der Haushalte und Unternehmen gesichert". Es gebe keinerlei Probleme bei der Gasversorgung. Mit den in Österreich eingelagerten Gasmengen könnte das Land sogar "bei einem totalem Lieferstopp für vier Monate versorgt werden", teilte der Minister in einer Aussendung am Donnerstag mit. Erstaunt über die Lieferausfälle in einigen europäische Ländern zeigte sich dagegen der russische Gaslieferanten Gazprom, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti.

Mitterlehner betonte, dass sich der Ausbau der heimischen Gasspeicher in den vergangenen Jahren bewährt habe. Die Liefereinschränkung zeige jedoch, wie wichtig weitere Anstrengungen in eine Diversifikation der Lieferrouten und -quellen in der Gasversorgung sind. Das Ministerium sei laufend mit Vertretern der Gaswirtschaft und der Regelzonenbetreiber in Kontakt, um auf weitere Veränderungen reagieren zu können. Die Einberufung der entsprechenden Ausschüsse zur Diskussion von weiteren Maßnahmen sei derzeit weder angezeigt noch geplant, so die Aussendung.

Dagegen beteuern die Russen, dass sie derzeit ausreichend Gas nach Europa schicken: "Gazprom pumpt derzeit täglich Gasmengen nach Europa, die in der Jahresauswertung 180 Milliarden Kubikmetern gleichkommen", teilte der Konzern am Donnerstag unter Berufung auf Gazprom-Vizevorstandschef Alexander Medwedew mit. Angesichts des kalten Wetters laufe die Gasversorgung auf vollen Touren. Im vergangenen Jahr seien etwa 150 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa geflossen.

Medwedew zufolge wurden die Gaslieferungen auch in Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) erhöht, darunter in die Ukraine und nach Weißrussland. Deutlich mehr Gas werde Gasspeichern entnommen. Allein aus seinen europäischen Speichern pumpe der Gazprom-Konzern in der letzten Woche fast 300 Prozent mehr Gas als sonst, sagte Medwedew.

In Österreich betreibt Gazprom den unterirdischen Speichers Haidach in der Nähe von Salzburg, der zweitgrößte Speicher Europas mit einer Kapazität von 2,4 Mrd. Kubikmeter Gas. An Haidach sind die Russen direkt mit einem Drittel beteiligt, neben der EVN-Tochter RAG und dem deutschen Gashändler Wingas, der wiederum zur Hälfte der Gazprom gehört.


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AP

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