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Zuletzt aktualisiert: 04.02.2012 um 14:15 UhrKommentare

10.000 in Salzburg weiter ohne Heizung

In der bisher kältesten Nacht des Jahres legte am Samstag ein Defekt am Schwerölkessel das gesamte Heizkraftwerk Mitte in der Stadt Salzburg lahm. 10.000 sind ohne Heizung. Die Krankenhäuser laufen mit Notversorgung.

Foto © APA

In der bisher kältesten Nacht des Jahres legte heute, Samstag, gegen 2.40 Uhr ein Defekt am Schwerölkessel das gesamte Heizkraftwerk Mitte in der Stadt Salzburg lahm. In den Wohnungen und Häusern von rund 40 Prozent der 30.000 Fernwärmekunden fiel die Heizung aus, und es gab kein Warmwasser. "Die Dauer der Störung ist derzeit nicht abschätzbar", teilte die Salzburg AG am Samstagmittag mit.

Materialschaden

Der Ausfall sei durch einen Schaden am Lager des Hauptgebläses beim Schwerölkessel verursacht worden. Die Salzburg AG spricht von einem Materialschaden, der nichts mit der derzeit herrschenden Kälte zu tun habe. Durch den Ausfall des Kessels gab es eine Störung beim Umformer, die wiederum eine Überenergie bewirkte, die zum Abschalten der Gasturbine im Heizkraftwerk führte, erläuterte Martin Jager von der Salzburg AG den Vorfall. "Wir arbeiten mit Hochdruck an der Behebung der Störung", sagte Gerald Tscherne von der Salzburg AG gegenüber dem ORF. Die Montage eines Ersatzteils beim Schwerölkessel könnte möglicherweise bis Morgen dauern, sagte Tscherne. Unterdessen wird versucht, einen Teil der Anlagen wieder hochzufahren, um die Versorgung zu gewährleisten.

10.000 betroffen

Betroffen vom Ausfall sind mehr als 10.000 Fernwärmekunden in der Stadt Salzburg. Glück haben jene Kunden, die im Stadtzentrum, in der Altstadt und im Andräviertel liegen. Dort funktionierte die Versorgung problemlos. Weniger gut ging es Fernwärmekunden in den Randbezirken. Insbesondere in Wohnungen im südlichen Bereich der Alpenstraße, im Nonntal, in Parsch und Aigen gab es keinen Nachschub an Heißwasser über das Fernwärmenetz, die Heizkörper kühlten aus. Die Betroffenen behalfen sich bei frostigen Außentemperaturen von minus 10 Grad mit warmer Kleidung und Zusatzheizgeräten. "Je weiter entfernt der Anschluss vom Heizkraftwerk liegt, desto stärker ist die Versorgung eingeschränkt", sagte Jager. Die Salzburg AG bat ihre Kunden, sparsam mit Warmwasser und Wärme umzugehen.

In den Salzburger Landeskliniken und im Salzburger Unfallkrankenhaus wurde auf eine Notversorgung mit Wärme umgestellt. "Unsere Patienten merken vom Ausfall derzeit nichts", sagte Herbert Koutny, Verwaltungsdirektor des UKH, zur APA. Man nütze die vorhandene Restwärme in den Leitungen und habe alles abgedichtet. In den Landeskliniken wurde für die Erzeugung von Heißwasser zum Sterilisieren auf eigene Anlagen umgestellt, bei der Raumwärme gab es keine größeren Probleme, erklärte der technische Leiter der SALK, Christoph Ritzinger.

Bei Baumärkten stieg am Wochenende die Nachfrage nach Zusatzheizgeräten und Radiatoren, einen Ansturm auf die Notversorgung mit Wärme gab es aber nicht, hieß es etwa bei Baumax.


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