"Hilfe, mein Kind ist handysüchtig"
Immer früher sind Kinder mit den neuen Medien konfrontiert. Das stellt Eltern vor neue Aufgaben in der Erziehung. Experten raten: "Verständnis haben und reden."

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Fabian ist zwei Jahre alt. Er bedient das iPhone seines Vaters problemlos, sieht sich darauf Fotos oder einmal ein Video auf Youtube an. Das ist kein Einzelfall, wissen Experten. Österreichs Kinder sind immer früher im Internet. Eltern sind daher gefordert, den Handy- und Internetkonsum der Kinder im Auge zu behalten und zu steuern, was nicht immer einfach ist.
So stellte die Initiative Saferinternet.at (Sicheres Internet) gestern eine Umfrage unter Eltern vor, der zufolge rund die Hälfte der Befragten bemängelt, dass der Nachwuchs zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt. 38 Prozent war schon einmal die zu hohe Handy-Rechnung ein Dorn im Auge, und je rund ein Fünftel nannte ungeeignete Online-Inhalte, Viren und nicht altergemäße Spiele als Problem. Auch Cybermobbing wird immer öfter zum Problem.
"Eltern müssen Verständnis haben, dass das Internet, Handy und Computer fixe Bestandteile im Alltag ihrer Kinder sind", betont Bernhard Jungwirth von Saferinternet.at. Doch Eltern müssten auch Risiken und Fallen kennen. Rund 90 Prozent der befragten 420 Eltern mit Kindern zwischen sechs und 16 Jahren stimmten zu, dass sie darüber Bescheid wissen sollten, was ihre Kinder im Internet machen. "In der Realität ist dies aber nur bei 55 Prozent der Fall", so Jungwirth.
Die heißen Fragen, die sich Eltern stellen: "Wie viel Zeit darf mein Kind vor dem Computer sitzen, wie viel telefonieren?" Da gäbe es keine Richtlinien, sondern Warnsignale, die Mama und Papa erkennen und ernst nehmen müssen. Jungwirth: "Wenn Hausübungen vernachlässigt werden, der Kontakt mit Freunden, dann müssen Eltern eingreifen." Tipps und kostenlose Broschüren für Eltern gibt es unter www.saferinternet.at und Experten beraten unter Rat auf Draht (Tel.: 147 in ganz Österreich).











