Fall Kührer: Eltern wollen "würdevolles Begräbnis"
Die Schülerin war am 27. Juni 2006 spurlos verschwunden, die Todesursache konnte trotz monatelanger Untersuchungen nicht festgestellt werden.

Foto © APA
Für die jahrelang vermisst gewesene und im vergangenen Jahr tot aufgefundene Julia Kührer wollen ihre Eltern ein "würdevolles, christliches Begräbnis". Das teilte deren Anwalt Gerald Ganzger der APA am Dienstag mit. Er bestätigte einen Bericht des "Kurier", wonach die Beerdigung am Wochenende stattfinden soll. Von Julias Mutter ließ er ausrichten, dass die Beisetzung ihrer Tochter zwar nicht geheim sei, aber auch "kein öffentliches Ereignis", sondern "ein Teil der Privatsphäre".
Man werde alles tun, um der Verstorbenen "die Würde zurückzugeben, die ihr durch den grausamen Tod und die lange Liegezeit genommen wurde", so Ganzger. Dafür wolle man auch allen Freunden und jenen, die Julia gemocht hatten, Gelegenheit geben, sich von ihr zu verabschieden.
Die Schülerin aus Pulkau war am 27. Juni 2006 spurlos verschwunden. Am Abend des 30. Juni 2011 entdeckten dann Nachbarn das Skelett des Mädchens in einem Erdkeller auf einem Grundstück im nahen Dietmannsdorf. Dessen Eigentümer, der damals 50-jährige Michael K. aus Wien, wurde vorübergehend festgenommen, musste aber wieder freigelassen werden, weil nach Ansicht des Gerichts "kein dringender Tatverdacht" bestand. Er behauptet seither, die Leiche wäre von Unbekannten auf seinem Grundstück abgelegt worden.
Die Todesursache der zum Zeitpunkt ihres Verschwindens 16-Jährigen konnte trotz monatelanger Untersuchungen durch die Gutachter nicht festgestellt werden. Die Staatsanwalt Korneuburg gab daher gestern, Montag, die Leiche des Mädchens frei. Die Ermittlungen sollen aber fortgesetzt werden.











