Ban bittet UNO-Staaten um dringende Pakistan-Hilfe

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Angesichts der verheerenden Flutkatastrophe in Pakistan hat UNO-Generalsekretär Ban die internationale Gemeinschaft zu "dringender" Hilfe für das Land aufgerufen. Die Überschwemmungen seien eine "globale Katastrophe, eine globale Herausforderung und ein Test für die weltweite Solidarität", sagte Ban am Sonntag. Deutschland erhöhte seine Hilfsgelder indes um weitere zehn Millionen Dollar.
Die Summe teilen sich das Auswärtige Amt und das Entwicklungshilfeministerium. Damit hat die Bundesrepublik jetzt mehr als 60 Millionen Dollar (gut 46 Millionen Euro) für die Opfer der Katastrophe zur Verfügung gestellt.
Bereits am Freitag hatten die Vereinten Nationen den größten Spendenaufruf ihrer Geschichte gestartet und die internationale Gemeinschaft aufgerufen, den Opfern in den kommenden zwölf Monaten zwei Milliarden Dollar (1,53 Mrd. Euro) zur Verfügung zu stellen. Damit vervierfachte die UNO einen ersten Hilfsappell von Anfang August. Von der Flutkatastrophe sind nach UNO-Angaben mehr als 20 Millionen Menschen betroffen. UNO-Vertreter hatten sich zuletzt wiederholt über die langsame Reaktion der internationalen Gemeinschaft beklagt.
Die Landwirtschaft Pakistans ist Experten zufolge durch die schweren Überschwemmungen langfristig geschädigt. Ein Sprecher der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) sagte am Montag, es dürfte zwei Jahre dauern, bis der Sektor sich zu erholen beginne. Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Pfeiler der pakistanischen Wirtschaft und macht 21 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Fast zwei Drittel der Bevölkerung bestreiten damit ihren Lebensunterhalt. Die Überschwemmungen hatten kurz vor der Ernte etwa 13.000 Quadratkilometer Felder zerstört, unzählige Tiere getötet und die Bewässerungssysteme beschädigt.











