Bewegung statt Rauch im Borg Monsbergergasse
Unsere fünf Projektklassen zeigen viel Eigenengagement für ihr Wohlbefinden. So stand ein Tag im Grazer Borg Monsbergergasse ganz im Zeichen der Gesundheit - ohne Rauch, aber mit Bewegung.

Foto © KLZ/Gernot Eder
Warum fängt man an zu rauchen? Eine Frage, auf die die Schüler der fünften Klassen des Grazer Borg Monsbergergasse einige Antworten wissen. "Gruppenzwang", ruft der Bursche mit der verkehrten Kappe. "Weil man's im Fernsehen sieht", weiß ein Klassenkollege. Dann die noch wichtigere Frage: Wie lehne ich ab, wenn mich jemand zum Rauchen animieren will? "Ich sage, ich hab' Halsweh", meint ein Mädchen in der ersten Reihe. "Ich bin Sportler, ich rauche nicht", ist ein Vorschlag der Biologie-Unterrichtspraktikantinnen, die den Nichtraucher-Workshop leiten. Diesen Tag haben Lehrer und Schulärzte für die Schüler ins Zeichen der Gesundheit gestellt: In sieben Workshops wird mit den 15-Jährigen übers Rauchen, Chemie im Essen oder Alkohol gesprochen.
"Ich habe durchs Trinken meinen Job verloren", erzählt Iris vor der Klasse. Sie ist anonyme Alkoholikerin, seit drei Jahren trocken und will den Jugendlichen zeigen, wo die Grenze zwischen Genuss und Sucht liegt. "Das war abschreckend", meint Heiko über Iris' Schilderungen, obwohl er noch keinen Alkohol trinkt.
Gefährliches Küssen?
Auch Aids ist ein gefragtes Thema für die Schüler. "Von Kondompannen bis zu ,kann ich mich beim Küssen anstecken' gibt es Fragen", sagt Günther Polanz von der steirischen Aidshilfe, der Rede und Antwort steht. Nicht stehen, sondern bewegen ist im Turnsaal bei Schulärztin Jana Windhaber und Sportlehrer Michael Katter Programm. "Viele haben Schmerzen im Nacken, Rücken und Knie", weiß dieser, und daher werden einfache Übungen trainiert, die die Beweglichkeit fördern. "Wir hoffen, dass die Schüler, wenn's wieder zwickt, sich an die Übungen erinnern und so wissen, wie man sich besser fühlen kann", sagt Katter. Auch an jedem anderen Tag.

















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