Alle Augen sind auf das Eis gerichtet
Einsatzkräfte sind für etwaigen Eis-Kampf am Klopeiner See gerüstet. Neues Konzept: Schollen mit Seilen fixieren, um Schaden zu verhindern.

Foto © TraussnigRückblick auf 2011: Mit dem neu ausgearbeiteten Konzept sollen Bilder wie dieses der Vergangenheit angehören
Die Bilder sind noch allgegenwärtig. Heftiger Ostwind trieb Anfang März des Vorjahres tonnenschwere Eisplatten an das Ufer des Klopeiner Sees. Badestege barsten, Feuerwehrleute mehrerer Wehren sowie Pioniere des Bundesheeres Villach waren tagelang im Dauereinsatz. Sogar der Eisbrecher des Landesfeuerwehrverbandes stand im Einsatz.
Mit dem herrschenden Wärmeeinbruch werden Eisstaus wieder wahrscheinlicher (die Kleine Zeitung berichtete). "Momentan besteht noch keine Gefahr. Der komplette See ist zugefroren, es gibt eine große Eisplatte", sagt Johann Hrowath. Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Stein war im Vorjahr Einsatzleiter. Man könne nur abwarten, wie sich die Situation entwickelt. Vorkehrungen wurden bekanntlich getroffen.
"Unikat"
Aus der Maßnahme, Eisschollen mit Seilen zu stabilisieren, wurde ein konkretes Konzept erarbeitet; Eisplatten können im Ernstfall jetzt fix verankert werden. "Solange eine Platte keinen Spielraum hat, ist sie keine Gefahr", erklärt Hrowath. Was die Erfahrungswerte angeht, beginnt man jetzt wieder bei null. Denn dieses Konzept sei ein "Unikat". "Die Idee stammt von Bezirksfeuerwehrkommandant Manfred Drobesch", sagt Hrowath, und sei demnach noch an keinem anderen See angewendet worden.
"Im Frühjahr ist die Situation so, dass der Wind von Ost nach West bläst", sagt der Feuerwehrkommandant. Gefährdet seien vor allem die Nord- und die Westseite des Klopeiner Sees. Gerade dort gebe es am Ufer viele Verbauungen. Einsatzpläne wurden für den Ernstfall keine ausgearbeitet. Hrowath: "Wir entscheiden kurzfristig."










