NS-Sager: Psychologin soll Klasse helfen
Der Bursche aus der Tourismusschule in Villach, der seine Mitschülerinnen als "KZ-Nutten" beschimpfte, ist stolz auf den Medienwirbel. Auf die Klasse soll eine Schulpsychologin einwirken.

Foto © APA/Schlager (Sujetbild)
Nach einwöchiger Abwesenheit geht der Schüler, der einige Klassenkameradinnen auf Facebook als "KZ-Nutten" bezeichnet hatte, seit Montag wieder in seine, die Kärntner Tourismusschule in Villach. Wie Direktor Gerfried Pirker berichtet, sei der Bursche stolz auf den Medienwirbel, den sein öffentlich lesbarer Internet-Eintrag österreichweit ausgelöst hat. Andererseits sei er in seiner Klasse auch - zumindest teilweise - isoliert.
Pirker versucht, der unerwünschten Publizität mit Aufklärung zu begegnen. Am Tag nach Bekanntwerden des "KZ-Nutten"-Spruchs berief er zu Schulbeginn eine Gesamtkonferenz des gesamten Lehrpersonals ein, um dessen Mitglieder zu informieren. Am Nachmittag des gleichen Tages trafen sich alle Lehrenden, die in der betroffenen Klasse unterrichten.
Als nächstes soll eine Schulpsychologin auf die Klasse einwirken. Das ist auch deshalb wichtig, weil es, so Direktor Pirker, "Sympathisanten auf beiden Seiten gibt". Ob es sich dabei um Sympathie für die Person oder auch für die Gedankenwelt des Burschen geht, hat Pirker nicht in Erfahrung gebracht.
Zugleich weist er darauf hin, dass er am Mittwoch letzter Woche die Staatsanwaltschaft nicht nur wegen des NS-Sagers eingeschaltet habe, sondern auch wegen einer möglichen Drohung mit schwerer Körperverletzung auf Facebook.










