Bezirks- und Gemeindesuche
Wunderbarer Wirbelwind als Filmkind
Sara Wogatai (5) stellt im Fernsehfilm "Das Wunder von Kärnten" die kleine Katharina dar, die nach einem Ertrinkungsunfall gerettet wurde.

Foto © EggenbergerSara, die schon ihren Namen schreiben kann
Sie tollt über das Sofa im Wohnzimmer, saust ins Kinderzimmer, lässt sich mit ihren Stofftieren aufs Bett fallen, trommelt aufs Schlagzeug. Zurück in den Vorraum, dann wieder ins Wohnzimmer. Ein bisschen Kuscheln mit Labradormischling Yuna, dann ist sie hinter den beiden Katzen Silence und Asuka her.
Sara Wogatai, die am 27. Jänner sechs Jahre alt wird, ist ein Wirbelwind. Aber einer, der auch das Bravsein kennt. Wenn Mama Kristina Wogatai (23) sagt: "Jetzt wird nicht Nintendo gespielt", schmollt sie zwar kurz, aber ein Nein ist ein Nein - und das wird akzeptiert. Diese Mischung aus natürlichem Ungestüm und Disziplin dürfte im vergangenen Jänner beim Casting für den Klaus-Graf-Fernsehfilm "Das Wunder von Kärnten" mit dazu beigetragen haben, dass die Klagenfurterin überzeugte und die Rolle der Katharina bekam, die in einen Teich stürzt, klinisch tot ins Krankenhaus kommt, wo ein junger Arzt eine Nacht um ihr Leben kämpft - und gewinnt.
Dabei war alles ein Zufall. "Wir sind vom Schifahren gekommen und beim Volkskino vorbeigefahren, wo gerade das Casting stattfand", erzählt Kristina Wogatai. "Weil Sara damals gerade Schauspielerin werden wollte, hab' ich gedacht, wir schauen da vorbei. Sara hatte auch Lust dazu." Kurzum: Die Wahl der Jury fiel auf das aufgeweckte Kind im Schianzug. "Es gab ein paar Drehtage in St. Andrä, wobei Regisseur Andreas Prochaska alles sehr spielerisch, sehr kindgerecht angegangen ist", sagt die Mutter. Sara selbst findet die Filmaufnahmen heute noch "lustig und cool".
Privat ist Sara ein ganz normales Mädchen. Sie besucht den Kindergarten in Annabichl, wo sie am liebsten ins Ballbecken springt oder in der Puppenstube spielt. "Ich habe auch viele Freundinnen", sagt sie und zählt gleich eine lange Reihe von Namen auf. Außerdem ist die knapp Sechsjährige sportlich. "Im Winter mag ich Schifahren und Schneeballschlachten. Und Eishockeyschauen beim KAC." Im Gegensatz zur Film-Katharina kann Sara ausgezeichnet schwimmen. "Im Hallenbad mit dem Kopf vor-aus über die Rutsche", jubelt sie und zeigt auf der Wohnzimmercouch auch gleich, wie's geht.
Zwischen Stillsitzen und Reiten auf dem Stoffhai verrät Sara noch ein paar Vorlieben. "Palatschinken von der Oma. Mit Marmelade drinnen oder manchmal mit nichts. Zusammenrollen, in die Hand nehmen, hmmm, hmmm." Was sie noch mag: Äpfel, Mandarinen, Kakao, klares Wasser. Ihr Kinderschlagzeug, ihre Blockflöte, auch wenn es mit dem richtigen Ton (noch) nicht ganz klappt. Aber sie hat Talent. Bevor sie Schauspielerin werden wollte, hätte sie sich den Beruf einer Musikerin ausgesucht. Noch ein bissl vorher war's übrigens Ärztin.
Dass Sara ihre Tiere "furchtbar lieb" hat, ist ebenso wenig zu übersehen wie die Tatsache, dass Mama Kristina zum Mittelpunkt ihres Lebens gehört. Auch wenn diese einmal etwas verbietet. "Zum Beispiel Nintendospielen, wenn ich schlimm bin." Was macht sie, wenn sie schlimm ist? Schelmisches Grinsen. "Das wird nicht verraten."
Im Herbst beginnt für Sara die Schule. Ihren Namen kann sie schon schreiben. "Und zählen ganz weit. 21, 22, 23 . . ."
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Film-Tipp. "Das Wunder von Kärnten", Mittwoch, 18. Jänner, 20.15 Uhr, ORF 2.










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