Bezirks- und Gemeindesuche
Tausende Kärntner müssen jetzt frieren
SPÖ will den Ärmsten im Land mit einem Energiefonds unter die Arme greifen. Geld soll von der Kelag kommen.

Foto © FotoliaIn den eigenen vier Wänden frieren: Viele Kärntner haben zu wenig Geld zum Heizen
Nach der Klausur der SPÖ in St. Georgen am Längsee berichtete Parteichef Peter Kaiser gestern von einem Besuch beim Zivilinvalidenverband. Dort hätten die Klienten nach warmen Schianzügen gefragt: "Aber nicht zum Schifahren. Die Leute ziehen die Overalls zu Hause an, damit sie nicht erfrieren." Nach Schätzungen der Sozialvereine sind davon rund 5000 Kärntner betroffen.
Noch im Banne dieses Erlebnisses hat die SPÖ beschlossen, auf die Gründung eines Energiefonds zu drängen, mit dessen Hilfe die ärgste Not der Betroffenen gelindert werden kann. Landesrätin und Energiereferentin Beate Prettner: "Die Kelag zahlt jährlich zwischen acht und zehn Millionen Euro Dividende an das Land. Daraus könnte der Fonds gespeist werden." Denn die Zahlen sind erschreckend. Nach Erhebungen der Statistik Austria gibt es in Österreich rund 300.000 "Energie-Arme", in Kärnten 18.000. Das sind nach Angaben Prettners Menschen, die ihre Stromrechnung auf Raten bezahlen, denen der Strom schon abgedreht wurde oder die ihren Stromverbrauch per Münzzähler im Vorhinein bezahlen müssen. Diesen soll aus den Erträgen des Energie-fonds aus der Patsche geholfen werden.


















-Anzeigen

