Bezirks- und Gemeindesuche
Melania Deutmeyer: "Meine Tür ist geöffnet"
Kleine Zeitung: Wie war ihr Umstieg von der Lehrtätigkeit an der FH in die Landesverwaltung?
MELANIA DEUTMEYER: Ich begann in der Krankenpflege. Insofern hat mich mein beruflicher Lebensweg über die Wissenschaft zurück in die Praxis geführt.
Wo konnten Sie bereits Ihre Handschrift hinterlassen?
DEUTMEYER: Es hat bekanntlich im Zuge der Verwaltungsreform die Zusammenführung von Abteilungen gegeben. Ich habe versucht, zusammenzuführen was zusammengehört. Das heißt auch, dass die Mitarbeiter mitbekommen, was jeder tut.
Das sieht aber offenbar nicht jeder als geglückt an. Die Personalvertretung berichtet von Mobbingvorwürfen gegen Sie. Wie können Sie sich das erklären?
DEUTMEYER: Es hat keinen Kontakt der Personalvertretung mit mir gegeben. Insofern kann ich eigentlich gar nichts dazu sagen. Sie haben gerade gesehen, wie ich mit Mitarbeitern umgehe. Ich bemühe mich, gegenüber Mitarbeitern sehr freundlich und offen zu sein, meine Türe ist geöffnet und ich bin gut erreichbar, das wage ich ganz klar von mir zu behaupten. Insofern wäre es sinnvoll, wenn sich die Personalvertretung direkt an mich wendet.
Bei meinen Recherchen war ein zentraler Punkt, dass Sie fachliche Probleme hätten. Die Abteilung war zuvor als eine Gesundheitsrechtsabteilung ausgelegt und Sie sind ja keine Juristin.
DEUTMEYER: Sie müssen das im Kontext des nunmehrigen Kompetenzzentrums sehen, das ein breites Spektrum von Gesundheit abdeckt. Bei der Ausschreibung standen unterschiedliche Anforderungsprofile darin. Der Job ist wesentlich dem Management zuzuordnen, wofür man nicht zwingend Jus studiert haben muss.
Monate vor der Objektivierung schrieben wir, dass der Name des Siegers mit D beginnt und mit R enden wird . . .
DEUTMEYER: Es hat ein ganz objektives Verfahren für Ausschreibung und Auswahl gegeben, nach den Maßgaben des Landes.
Warum wurde dann in der Kommission auf den üblichen externen fachlichen Gutachter verzichtet? Als fachlich geeignete Juroren wirkten Landesamtsdirektor Dieter Platzer und Gerhild Hubmann, die Leiterin der Abteilung Bildung, Generationen und Kultur.
DEUTMEYER: Das müssen sie den Landesamtsdirektor fragen
Es gab im Herbst Irritationen, weil Sie den Titel Landessanitätsdirektor beanspruchten, obwohl Sie keine Ärztin sind. Ist es jetzt Unterabteilungsleiterin Elisabeth Oberleitner, eine Medizinerin, oder ist sie es nicht?
DEUTMEYER: Das ist noch offen.
Es gibt aber meines Wissens eine Stellungnahme des Verfassungsdienstes, dass der Titel Oberleitner zusteht, weil sie diese Tätigkeit tatsächlich ausübt.
DEUTMEYER: Grundsätzlich gibt es kein Anrecht darauf.
Nach derzeitiger Rechtslage muss der Landessanitätsdirektor aber ein Arzt sein .
DEUTMEYER: Das ist eine Soll- und keine Mussvorschrift.


















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