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Zuletzt aktualisiert: 30.01.2012 um 13:40 UhrKommentare

Die Zukunft der Helmut-List-Halle

Ende 2012 läuft der Vertrag der Helmut-List-Halle mit Stadt und Land aus. Und dann? Es gibt ein Angebot der Familie List.

Eröffnet 2003, kostete das architektonische Glanzstück in Graz-Lend rund zehn Millionen Euro

Foto © Sabine HoffmannEröffnet 2003, kostete das architektonische Glanzstück in Graz-Lend rund zehn Millionen Euro

Die Helmut-List-Halle war in ihrer neunjährigen Geschichte schon vieles: Akustik-Aushängeschild, Event-Chamäleon, im Eigentum des Kulturfestivals steirischer herbst oder glänzendes Stiftungsstück der Industriellenfamilie Helmut List am ehemaligen Waagner-Biro-Gelände.

Zehn Millionen Euro hat der Bau von Markus Pernthaler gekostet, zwei Drittel steuerte die AVL bei, ein Drittel die öffentliche Hand. Pünktlich eröffnet im Jänner des Kulturhauptstadtjahres 2003, wollte der damalige "herbst"-Intendant Peter Oswald mit seinem Festival im Westen von Graz eine neue Heimat finden. Doch die als leuchtendes Beispiel für Private Public Partnership gepriesene Halle beförderte den "herbst" in den ökonomischen Abgrund.

Mit der neuen herbst-Intendantin Veronica Kaup-Hasler sprangen die Stadt Graz und das Land Steiermark ein, die HLH Hallenverwaltung GmbH wurde umfirmiert. Die Halle wird seitdem von Kultur- und Konzertveranstaltern, aber auch für Kongresse und andere Events genützt.

Mit Ende 2012 läuft der bestehende Vertrag mit der Helmut-List-Halle aus. "Wir sehen es nicht unbedingt als Aufgabe der öffentlichen Hand, eine Eventhalle zu bewirtschaften", lautet dazu die Stellungnahme aus dem Büro des VP-Kulturlandesrates Christian Buchmann.

Seit Ende des Vorjahres liege ein Angebot der Familie List vor, das die Politik derzeit mit AVL und Kulturfestivals wie steirischer herbst oder styriarte verhandle. Offizieller Kommentar: "Die Verhandlungen laufen gut." Die Entscheidung werde erst für den Herbst erwartet, man sei aber bemüht, dass weiterhin qualitativ hochwertige Kulturveranstaltungen dort stattfinden.

JULIA SCHAFFERHOFER

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