Kommet und esset alle davon
Am 4. Februar findet der erste Restaurant Day in Graz statt, der in Finnland schon ein großer Erfolg mit 10.000 Gästen ist. Mitmachen erwünscht.

Foto © Heidi UutelaBeim Restaurant Day im Norden serviert Miettinen ihren Gerstenbrei an Ville Toivanen
Am liebsten wäre es Monika Meurer, würden in zwei Wochen öffentliche Plätze besetzt und unbekannte Nationalspeisen aufgetischt. Dann holt die 48-jährige Rheinländerin und Wahl-Grazerin nämlich den Restaurant Day zu uns. Also einen Tag, an dem jeder - Hobbyköche und Küchengötter - für 24 Stunden Restaurant spielen darf. Einzige Voraussetzung: die Anmeldung auf Monikas Webseite. "Man überlegt sich einen Namen, welche Speisen oder Getränke man anbietet, wann und wo man sein Restaurant eröffnet und ob man vielleicht gerne einen kleinen Unkostenbeitrag hätte," erklärt Meurer. Möglich ist am 4. Februar alles, was einfällt und gefällt. Vom bunten Bauchladen in der Herrengasse bis zum Dinner im eigenen Wohnzimmer. Vom selbst kreierten Drink bis zum exklusiven Zwölf-Gänge-Menü. Die Liste der Teilnehmer ist dann ebenfalls online zu sehen.
Die Idee für den Kulinarik-Tag hat die Deutsche aus Finnland, wo sie vier Jahre lang gelebt hat. "Ursprünglich war der Restaurant Day eine Protestaktion. In Finnland ist es noch immer sehr schwer, Restaurantlizenzen zu bekommen, und dagegen wollte man sich wehren", so Meurer, deren Beweggrund allerdings ein ganz anderer ist: "Der Tag soll Spaß machen, eine Party sein und Menschen zusammenbringen."
Erfolg in Finnland
In Helsinki funktioniert das nach drei Veranstaltungen bereits gut, der hausgemachte Delikatessen-Tag ist dort Kult. Bei der letzten Veranstaltung der nordischen Feinschmecker im November 2011 haben sich mehr als 300 Restaurantleiter auf Zeit gefunden, die für etwa 10.000 Gäste aufgekocht haben. Meurer: "Zwischen fünf und zehn Teilnehmer wären für mich schon ein Erfolg gewesen, aber bereits jetzt hat das Dimensionen erreicht, die mich positiv stimmen, dass es mehr Lokale geben wird." Meurer selbst ist noch unsicher, was am Restaurant Day auf ihrer Speisekarte stehen wird. Wahrscheinlich Bonnejekösch. Obwohl es sich so anhört: keine finnische Spezialität, sondern Bohneneintopf aus Meurers Heimat.











