Von Gault Millau verschwiegen: Dorner lässt Dampf ab
Nicht getestet und falsche Angaben: Didi Dorner wirft Gault Millau Manipulation und Wettbewerbsverzerrung vor.

Foto © MARIJA KANIZAJ Didi Dorner erkochte erst im Sommer 92 Falstaff-Punkte
Ein bisschen verwunderlich scheint es schon. Didi Dorner, einst mit drei Hauben der beste Koch der Steiermark, hat von Gault Millau keine Haube aufgesetzt bekommen. Der Koch ist nämlich gar nicht getestet worden. "Damit kann ich leben. Ich bin eh in der Rubrik ,Kurz & Bündig' erwähnt", sagt der Chef des "Tagsüber" und des "Abendmahls" in Graz. Gerade da liegt für ihn aber der Hund begraben: "Die Adresse ist falsch, mein Abendlokal wird verschwiegen."
Im Gastroführer steht, dass er erst an einem plane. Tatsächlich hat er neben dem Bistro aber schon seit 1. Juni auch das "Abendmahl" geöffnet. "Totschreiben lasse ich mich nicht", schickt er in Richtung Herausgeber Karl Hohenlohe. Dorner wittert nun Manipulation. Ihm sei am 20. Juli mitgeteilt worden, dass es für eine Test-Anmeldung zu spät war. "Schon komisch. Meines Wissens nach war im Prato, das jetzt zwei Hauben hat, am 8. August ein Testesser", meint er.
Aufregung um den Gault Millau herrschte auch in anderen Küchen. Durch eine fehlerhafte Absteiger-Liste war erst nur das Schloss Kapfenstein als Hauben-Verlierer angegeben. Tatsächlich mussten auch Spary in Kammern, Retter in Pöllauberg, die K&K Wirtshaus-Taverne in Weißenkirchen und das Grazer Aiola Upstairs den Gourmet-Hut ziehen.














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