Oscar-Favoriten bei den neuen Filmen
Oscar-Vorgeschmack bei den Filmstarts: Zehn Nominierungen gab es für "The Artist" und fünf für "The Descendants". Action- und Thrillerfans kommen bei "Drive" und "Ein riskanter Plan" auf ihre Kosten, die berühmte Kinderbande "Fünf Freunde" ist erstmals auf der Kinoleinwand und Komödienfans können über Adam Sandlers Doppelrolle in "Jack und Jill" lachen.

Foto © StudioZehn Nominierungen lassen bei "The Artist" auf eine Auszeichnung hoffen
Drive
Driver ist Stuntman und im Nebenjob Fluchtfahrer. Seinen Kunden gibt er ein Zeitfenster von fünf Minuten, mehr nicht, und an den bewaffneten Einbrüchen selbst beteiligt er sich auch nicht. Driver ist ein Einzelgänger, macht wenig Worte, sein Appartement ist spärlich eingerichtet. Freunde hat Driver nicht, mit Ausnahme des kleinkriminellen Shannon. Eines Tages trifft Driver Irene, die in dem anonymen Appartementhaus mit ihrem kleinen Sohn neben ihm lebt. Tatsächlich entwickelt sich eine zarte Freundschaft zwischen den Dreien und der kühle, reglose Driver scheint tatsächlich Gefühle zu entwickeln, bis er in den gefährlichsten Coup seines Leben schlittert.
Ein riskanter Plan
In New York muss schon etwas Besonderes passieren, um im hektischen Alltag auf der Straße Aufmerksamkeit zu erlangen. Ein solches Ereignis, das selbst gestresste Business-Manager von ihrem Smartphone aufblicken lässt, ist ein Selbstmörder, der von einem Hochhaus zu springen droht. Sobald sich die ersten Schaulustigen am Ort des Geschehens versammelt haben, bilden sich rasch Menschentrauben, die von zügelloser Neugier getrieben sind. Wichtige Termine spielen plötzlich keine Rolle mehr, weil etwas Spannenderes im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit steht. Dieses psychologische Phänomen macht sich ein junger New Yorker Ex-Cop zunutze, der zu Unrecht eine Haftstrafe von 25 Jahren für einen Diamantendiebstahl verbüßen soll, den er nie begangen hat.
The Descendants
Rechtsanwalt Matt King muss sein Leben völlig neu ordnen, als seine Ehefrau nach einem Bootsunfall ins Koma fällt. Plötzlich muss er sich um seine 10 und 17 Jahre alten Töchter kümmern, und beide sind nicht unbedingt einfach. Dass er selbst seine eigene Frau kaum kannte, wird ihm klar, als er erfährt, dass diese eine Affäre mit einem anderen Mann hatte und sich eigentlich von ihm trennen wollte. Zu allem hinzu kommt der Ärger um geerbten Landbesitz, den Matt King und seine Familie verkaufen wollen. George Clooney erhielt für seine Rolle den Golden Globe als bester Hauptdarsteller.
The Artist
In schwarz-weiß und ohne Ton wird in dem mehrfach preisgekrönten Film von einem umjubelten Filmstar erzählt, den die Entwicklung des Tonfilms um seine Karriere bringt. Mit viel augenzwinkerndem Humor werden Klassiker der Filmgeschichte zitiert. Gleich sechsfach war der Film bei den Golden Globes nominiert, drei Preise wurden letztendlich verliehen, für die beste Komödie, die beste Filmmusik und Jean Dujardin wurde zum besten Darsteller gekürt.
Fünf Freunde
Der auf den Romanen basierende Film erzählt, wie der Name sagt, von fünf Freunden. Julian, Dick und Anne sollen darin die Ferien bei ihrer Cousine Georgina verbringen, einem Mädchen, das am liebsten ein Junge wäre und deshalb von allen nur George genannt wird. Nach anfänglichen Berührungsängsten freunden sich die Kinder bald an. Auch Timmy, der Hund von George, ist immer mit dabei, wenn sie durch die Gegend streifen. Unversehens geraten sie dabei in ein großes Abenteuer. Georges Vater Quentin arbeitet an einem geheimen Forschungsprojekt auf einer einsamen Felseninsel im Meer. Doch er ist in großer Gefahr. Die fünf Freunde kommen ihm auf die Schliche und wollen Quentin vor den skrupellosen Verbrechern retten.
Heil Hitler - Die Russen kommen
Im Osten Österreichs erlebte die Zivilbevölkerung den "Endkampf" derart hautnah am eigenen Leib wie sonst nirgendwo im Land: In 13 Kapiteln von "Heil Hitler" über "Wir Kindersoldaten", "Vergewaltigt" bis "die Russen kommen", erzählen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ihre individuell erlebte Geschichte - authentisch und einprägsam. Diese persönlichen Erlebnisse zwischen 1938 bis 1945 und der Zeit danach eröffnen die freie Sicht auf eine ungeahnte Gewaltdimension - die immer noch spürbar ist.
Jack und Jill
Die Komödie über ein eineiiges Zwillingspaar, das in Personalunion von Adam Sandler gespielt wird, ist ein magenwindfixierter Gagfilm mit Stars wie Al Pacino und Johnny Depp. Sandler spielt den Werber Jack Sadelstein, der mit seiner Frau Erin (Katie Holmes) alljährlich Besuch von Jacks nerviger, eineiiger Zwillingsschwester Jill bekommt. Dieses Mal verschaut sich allerdings Al Pacino als er selbst in den ungehobelten Trampel. Und da Jack diesen als Werbefigur für einen Spot braucht, versucht er, die beiden zu verkuppeln.















