"3" wechselt von A1 zu T-Mobile
Es klingelt auf dem Handymarkt: Neue "Netz-Ehe" zwischen Mobilfunkern T-Mobile und "3", obwohl "3" schon demnächst Orange schlucken will.

Foto © Reuters
WIEN. Auf dem heiß umkämpften heimischen Handymarkt werden die SIM-Karten neu gemischt. Die beispiellose Rabattschlacht der Anbieter A1, T-Mobile, Orange und "3" in den letzten Jahren zwingt die Konzerne nun zu neuem Verbindungsaufbau, weil die Umsätze schmelzen. So schickt sich der kleinste Anbieter "3" (1,22 Millionen Kunden) wie berichtet an, den größeren Mitbewerber Orange (2,3 Millionen Kunden) zu schlucken. Der 1,4-Milliarden-Euro-Deal soll laut "Futurezone" in den nächsten Wochen unterschrieben werden.
Umso verwunderlicher mag es klingen, dass "3" und die Nummer zwei am Handymarkt, T-Mobile (3,8 Millionen Kunden), nun eine "Netz-Ehe" eingehen, wie beide Konzerne gestern verkündeten. Ab Mitte 2012 kann T-Mobile das 3G-Netz (v. a. für Daten übers Internet) von "3" mitbenutzen, umgekehrt kann "3" das 2G-Mobilfunknetz von T-Mobile nutzen. Profitieren sollen davon laut T-Mobile-Boss Robert Chvatal und "3"-Chef Jan Trionow vor allem die Kunden, weil die Netzqualität zunehme. Doch warum macht das T-Mobile, wo doch "3" durch den geplanten Kauf von Orange zum größeren Konkurrenten anwachsen könnte? Wohl aus Mangel an Alternativen, denn wie viele Mobilfunkanbieter hat auch T-Mobile damit zu kämpfen, dass die Netze gar nicht so schnell ausgebaut werden können, wie der Datenverkehr durch den Boom der internetfähigen Smartphones zunimmt. "3" wiederum erspart sich durch die "Netz-Ehe" Millionenzahlungen an den Marktführer A1 (5,2 Millionen Kunden), dessen Netz man bisher mitbenutzt hat. ULRICH DUNST










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