Mächtig
Eine Frau Mitte 40 arbeitet in einer Firma. Sie versteht sich gut mit ihren Kollegen, hat Freude an der Arbeit. Doch der Schein trügt. Ihr Arbeitgeber belästigt sie. Es ist aber nicht so offensichtlich, dass es alle mitbekommen. Doch die Arbeiterin leidet unter der Situation. So ist es angeblich in einer Judenburger Firma geschehen (siehe Seite 27). Was kann die Frau dagegen tun? Anscheinend nichts. Um den Vorwurf des Mobbings zu beweisen, sollte sie die Angriffe protokollieren, am besten sogar einen Tonbandmitschnitt liefern. Die Frage ist, inwiefern diese Art der Dokumentation möglich ist. Ist es tragbar, dass diese Dame ein Tonband einschalten oder belästigendes Material per Handy aufzeichnen kann? Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, trauen sich meist nicht diesen zu bestätigen, da sie Angst haben, selbst die Arbeit zu verlieren.
Sollte sich diese Geschichte tatsächlich so zugetragen haben, ist es beschämend. Nicht nur für den Arbeitgeber, auch für die Zeugen, die ihn mit ihrem Schweigen unterstützt haben.
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