Jeder Zweite ist ein Einzelkämpfer
"Die Zahl der Ein-Personen-Unternehmen hat sich seit 1985 verdoppelt. Jeder dritte Einzelunternehmer will in Zukunft weiterwachsen und erwägt, weitere Mitarbeiter anzustellen", so WK-Direktor Thomas Spann.

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GRAZ. Sie gelten als Einzelkämpfer und werden oft in einen Topf geworfen, obwohl ihr Tätigkeitsfeld so bunt gemischt ist wie die Wirtschaftswelt selbst. Ob Fußpflegerin, IT-Dienstleister, Fliesenleger oder Werbeprofi: Die Zahl der Ein-Personen-Unternehmen (EPU) steigt stark in der Steiermark: 32.000 Einzelunternehmen gibt es mittlerweile in der Steiermark, damit machen sie 55 Prozent aller Firmen im Land aus. Im Jahr 1985 lag ihr Anteil noch bei 25 Prozent. Wie diese Einzelunternehmen ticken, was sie antreibt, und wie es ihnen geschäftlich geht, hat nun die Wirtschaftskammer österreichweit erhoben (siehe Grafik).
Fazit: "Jeder dritte Einzelunternehmer will in Zukunft weiterwachsen und erwägt, weitere Mitarbeiter anzustellen", so WK-Direktor Thomas Spann, "das ist auch der Keim für einen künftigen mittelständischen Betrieb oder sogar Leitbetrieb." Aber es gibt auch solche, die nicht weiter wachsen wollen, wie etwa Wolfgang Schenk: "Ich genieße die Flexibilität und Unabhängigkeit, wer mich für einen Auftrag engagiert, kriegt mich und nicht ein angehängtes Büro dazu."
Ganz so alltäglich ist Schenks Tätigkeit freilich auch nicht. Er ist quasi ein Chef zum Leasen. Gibt es im Management einer Firma Ausfälle (etwa durch Burn-out), springt der erfahrene Unternehmensberater ein. Dennoch sieht er Probleme, die er mit allen anderen Einzelunternehmern teilt: "Die komplizierte Versteuerung ist für alle eine Katastrophe und bei der Bank bekommt jeder kleine Angestellte leichter einen Kredit als ein Unternehmer."














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