Range Rover Evoque: Der Lord vom Laufsteg
Der Evoque beschert Range Rover einen gewaltigen Imageschub und bringt Kunden an Bord, die bis dato Range Rover eher nicht auf dem Radar hatten.

Foto © Range Rover
Als mir jemand vor gut drei Jahren die ersten Fotos der Studie gezeigt hat, da hab ich mir gedacht: Na bumm, das werden sie sich aber nicht trauen. Und dann geht der kleine Range Rover tatsächlich so in die Serie. Respekt, meine Herren.
Design-Überraschung
Ganz ehrlich: Für mich persönlich ist der Evoque die Design-Überraschung dieser Tage. Und ganz offensichtlich stehe ich mit dieser Meinung nicht alleine da. Endlich gibt es wieder ein Auto, nach dem sich die Leute auf der Straße umdrehen. Der Mut lohnt sich: Wie ich höre, verkauft sich der Wagen weltweit sensationell und sammelt schon Preise ein. Bei der Wahl zum "Auto des Jahres" in Europa schaffte er den Sprung in die Finalrunde, die Amerikaner haben ihn bereits zum "Truck of the Year" gekürt. Das ist ein Ritterschlag.
Der Evoque beschert Range Rover einen gewaltigen Imageschub und bringt Kunden an Bord, die bis dato Range Rover eher nicht auf dem Radar hatten. Der Gelände-Beau im Golf-Format - 4,36 Meter - hat durch seine keilförmige Optik eine unglaubliche Präsenz, da lässt der Lord auf jedem Laufsteg dieser Welt derzeit die meisten Mitbewerber ziemlich alt aussehen.
Wesentlich für mich in dieser Fahrzeugkategorie ist aber natürlich die Fahrdynamik, da bin ich wirklich wehleidig. Und da hab ich gleich die zweite Überraschung erlebt. Denn mit dem gewohnten Fahren nach Gutsherrenart hat das nichts mehr zu tun. Dass man dem Fahrwerk des 1,8-Tonners auf dem Nürburgring den Feinschliff verpasst hat, trägt Früchte: Der sehr knackig und straff abgestimmte Evoque hält in allen Situationen sauber Linie und fegt agil um die Kurven, die Lenkung ist schön direkt und präzise.
Unauffälliger Wächter
Der permanente Allradantrieb ist ein unauffälliger Wächter, sorgt für beste Traktion und lässt bei Bedarf ohne Zittern das eine oder andere Offroad-Abenteuer zu. Der 190 PS starke 2,2-Liter-Turbodiesel erweist sich als gute Wahl, er zieht mächtig an und ist im Verbrauch akzeptabel.
Das Cockpit versprüht Lounge-Atmosphäre, man thront über den Dingen, alles macht einen sehr coolen und lässigen Eindruck, auch da hat man mit der Tradition gebrochen. Ein echter Kritikpunkt ist die eingeschränkte Übersicht, vor allem beim zweitürigen Coupé. Heckkamera und Totwinkel-Warner werden wohl Renner auf der gut sortierten Extra-Liste sein.


















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