Grün-weißer Elektroflitzer aus der Steiermark
Mit dem "Arnold" präsentiert die weststeirische Firma SFL technologies GmbH ein neuartiges Nutzfahrzeug mit Elektroantrieb - entwickelt und produziert in der Steiermark.

Foto © KK Am E-Mobility Congress in Graz wurde der Prototyp des "Arnold" der Öffentlichkeit präsentiert
Er hat eine Reichweite von etwa 100 Kilometern, eine Ladekapazität von 800 Kilo und fährt mit etwa 50 Kilometern pro Stunde durch die Stadt. Arnold, der neueste Geniestreich aus dem Hause "SFL technologies GmbH", einem der führenden steirischen Anbieter im Fassaden-, Metall-, Anlagen- und Maschinenbau mit Hauptsitz im weststeirischen Stallhofen. Doch neben den bisherigen Projekten (zum Beispiel der Fassade des Grazer Kunsthauses) tanzt Arnold etwas aus der Reihe. Es handelt sich dabei nämlich um ein Nutzfahrzeug, das ausschließlich mit Strom angetrieben wird. Der Prototyp wurde vergangene Woche auf dem E-Mobility Congress in der Grazer Stadthalle präsentiert. Noch bis Ende des Jahres soll das Fahrzeug in die Serienproduktion gehen.
Vom Haus zum Auto
Aber wie kommt man von der Gebäudeentwicklung zum Elektrofahrzeugbau? Für Mario Müller von der SFL ein logischer Schritt. "Schon seit Jahren arbeiten wir an intelligenten Hausfassaden", spricht er von Fotovoltaik und auch Windenergieanlagen an Häusern. "Wir sind imstande Fassaden zu produzieren, die Strom erzeugen. Was liegt da näher, als mit diesem grünen Strom gleich die Autos zu tanken, die vor der Türe stehen?" Der Arnold ist für ihn das fehlende Bindeglied. "Eine perfekte Mischung aus Design und Funktionalität."
Mit seiner Reichweite sei er das ideale Nutzfahrzeug für Gemeinden, "die damit nicht nur eine gute Ergänzung zum Fuhrpark haben, sondern in Sachen grüner Energie auch als Vorbild dienen können". Die Holding Graz hat bereits Interesse bekundet. Am deutschen Markt rechnet man laut Marktanalysen mit einem Bedarf von 1000 Stück.
Noch in diesem Jahr wird Arnold in Serie gehen, in der Steiermark. "Die Wertschöpfung wird zu einem sehr hohen Teil in der Region bleiben", betont Müller, dass es sich bei Arnold um ein echt steirisches Produkt handelt. Nomen est omen? "Naja", meint Müller. "Eigentlich war Arnold eher ein Pendant zu Mercedes. Ein starker Vorname." Sollte der Thaler Arnold allerdings einmal im Arnold Platz nehmen, hätte Müller auch nichts dagegen.

















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